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Was ist versichert?

Zunächst sind die sofort beginnende und die aufgeschobene Rente zu unterscheiden.

Bei der sofort beginnenden Rente erfolgt die erste Rentenzahlung einen Monat nach dem vereinbarten Versicherungsbeginn bzw. ein Jahr nach Versicherungsbeginn, falls jährliche Rentenzahlungen vereinbart wurden. Die Rentenzahlung endet dann bei Tod des Versicherten. In der Regel wird die Sofortrente jedoch um eine Todesfallleistung ergänzt, da ansonsten bei frühem Tod die Gefahr besteht, nur einen geringen Teil des eingezahlten Kapitals in Rentenform zurückzuerhalten. Ist eine Garantiezeit vereinbart, zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente bei Tod des Versicherten bis zum Ende der Garantiezeit an den Bezugsberechtigten weiter. Alternativ kann der Bezugsberechtigte eine Kapitalabfindung verlangen. Stirbt der Versicherte nach Ende der Garantiezeit, enden auch die Rentenzahlungen und eine Kapitalabfindung ist dann natürlich nicht mehr möglich. Anstelle der Garantiezeit kann alternativ eine Hinterbliebenenrente vereinbart werden. In diesem Fall wird die Rente nach dem Tod des Versicherten lebenslang an den Hinterbliebenen weitergezahlt.

Bei einer aufgeschobenen Rente beginnt die Rentenzahlung zum Ende der Aufschubzeit. Auch hier enden die Rentenzahlungen bei Tod des Versicherten, falls keine Todesfallleistung vereinbart wurde. Wurde eine Beitragsrückgewähr vereinbart, zahlt der Versicherer bei Tod des Versicherten vor Rentenbeginn die eingezahlten Beiträge zuzüglich dem vorhandenen Überschussguthaben zurück. Wie in der Sofortrente kann auch hier eine Garantiezeit oder alternativ eine Hinterbliebenenrente vereinbart werden. Es gilt das bereits zur Sofortrente Gesagte. Bei der aufgeschobenen Rente besteht vor Ende der Aufschubzeit üblicherweise ein Kapitalwahlrecht. Das heißt, der Versicherte kann entscheiden, ob er anstelle der Rente eine einmalige Abfindung erhalten möchte. Ein entsprechender Antrag muss vor dem Ende der Aufschubzeit gestellt werden. Die Fristen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und liegen in der Regel zwischen einem und drei Monaten vor Ende der Aufschubzeit. Bei Versicherungen ohne Todesfallleistung muss das Kapitalwahlrecht sogar spätestens 3 bis 5 Jahre vor Ablauf ausgeübt werden. Damit soll verhindert werden, dass kranke Versicherte überwiegend vom Kapitalwahlrecht Gebrauch machen während Versicherte, die voraussichtlich lange leben, die Rente beanspruchen. Einige Tarife ermöglichen dem Versicherten in den letzen 5 Jahren vor Ende der Aufschubzeit den Rentenbeginn vorzuverlegen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Versicherte das 60. Lebensjahr bereits vollendet hat. Die Rentenhöhe wird dann neu ermittelt und die Ausübung des Kapitalwahlrechts ausgeschlossen.

 

 

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