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Änderungen bei der Direktversicherung

Die Lebens- und Rentenversicherungen im Rahmen der betrieblichen kapitalgedeckten Altersversorgung (Direktversicherung) sind weit verbreitet, weil einfach zu handhaben. Der Arbeitgeber schließt hierzu mit einem Versicherungsunternehmen einen Vertrag zugunsten eines Mitarbeiters ab und zahlt die Beiträge. Der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer ist Beitragszahler, der Arbeitnehmer ist versicherte und bezugsberechtigte Person. Die Beiträge sind nicht als Sonderausgaben abziehbar, da sie bereits steuerlich begünstigt sind.

Bei Verträgen, die ab 2005 abgeschlossen werden, bleiben die Beiträge bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und bis 2008 sozialversicherungsfrei. Zusätzlich bleiben Beiträge bis zu einem Betrag von 1.800 Euro jährlich steuerfrei, diese sind jedoch sozialversicherungspflichtig. Die Leistungen aus einer Direktversicherung, ob nun Renten- oder Kapitalzahlung, unterliegen in vollem Umfang als "sonstige Einkünfte" der Besteuerung.

Dies gilt auch für Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden. Die bisherigen Steuerregeln können aber auch nach 2005 erhalten bleiben, wenn Sie dies wünschen. Hierzu muss der Arbeitnehmer bis spätestens 30. Juni 2005 eine Verzichtserklärung auf Anwendung der neuen Regelung beim Arbeitgeber vorlegen. Diese gilt dann für die Dauer des Arbeitsverhältnisses. Wechseln Sie den Arbeitgeber, muss der Verzicht gegenüber dem neuen Arbeitgeber bis zur Zahlung des ersten Beitrags erklärt werden. In diesem Fall werden die Beiträge wie bislang bis zu jährlich 1.752 Euro pauschal mit 20% versteuert, und bleiben bis 2008 sozialversicherungsfrei. Die Leistung in Form einer Kapitalzahlung bliebe damit weiterhin in vollem Umfang steuerfrei. Erfolgt die Leistung in Form einer Leibrente, ist diese mit dem Ertragsanteil (18% für Alter 65 bei Rentenbeginn) zu versteuern.

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