Zusatzversicherungen für Zahnspangen

Abschluss noch im Kindergarten


Eine private Versicherung für kieferorthopädische Behandlungen ist nur sinnvoll, wenn sie für Kinder abgeschlossen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Januar-Ausgabe, für die sie Zahnzusatzversicherungen aller auf dem Markt tätigen privaten Krankenversicherungen untersucht hat.

Die Verträge sehen zwar auch Leistungen für Erwachsene vor, es dürfte aber schwierig sein, diese dann auch zu erhalten. Denn eine Kieferkorrektur aus rein ästhetischen Gründen gilt nicht als medizinisch notwendige Heilbehandlung. Hat jemand jedoch eine behandlungsbedürftige Zahnfehlstellung, dann lag diese in vielen Fällen bereits bei Vertragsschluss vor – und ist damit vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Schließen Eltern jedoch eine Zusatzversicherung für ihre Kinder bereits im Kindergartenalter ab, sind in der Regel noch keine Kieferprobleme festgestellt. In späteren Jahren braucht aber rund die Hälfte aller Kinder eine Zahnspange. Eine kieferorthopädische Behandlung kann 4000 Euro und mehr kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Behandlungskosten nur, wenn die Zahnfehlstellung einen bestimmten Schweregrad überschreitet – und auch dann müssen Eltern häufig noch erhebliche Zusatzkosten tragen. Private Zusatzversicherungen übernehmen einen Teil dieser Kosten. Für Kinder, die bei Vertragsabschluss fünf Jahre alt sind, kosten die Tarife 4 bis 13 Euro monatlich. Wichtiger als der monatliche Beitrag ist aber der Leistungsumfang einer Zusatzversicherung. Finanztest rät, einen Vertrag abzuschließen, der möglichst viel für reine Privatbehandlungen zahlt, aber auch einen Teil der möglichen Zusatzkosten bei einer Kassenbehandlung deckt. Maximale Leistungen bietet z.B. der Tarif flexiZEBasis+ZB der CSS.

Der ausführliche Test findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

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