Kräftige Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung

Zum 1. Januar 2012 haben viele private Krankenversicherer ihre Beiträge drastisch erhöht. So mancher Kunden muss tief in die Tasche greifen, Steigerungen bis zu 40 Prozent sind möglich. Und es drohen weitere Erhöhungen, denn aufgrund der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte steigen die Honorare um 6 Prozent.

Als privat Versicherter haben sie folgende Möglichkeiten, den Beitrag zu senken:

Vergleich privater Krankenversicherer

  • Wechsel in einen anderen Tarif beim gleichen Versicherer. Prüfen Sie, auf welche Leistungen sie eventuell verzeichten können und wechseln in einen günstigeren Tarif. Verbraucherschützer raten, den WEchsel schriftlich anzuzeigen und eine Frist zu setzten, denn einige Privatkassen lassen sich enorm viel Zeit. Eine erneute Gesundheitsprüfung darf der Versicherer nicht fordern.

  • Erhöhung der Selbstbeteiligung. Prüfen Sie, ob sich eine Erhöhung der Selbstbeteiligung lohnt. Experten empfehlen dies jedoch nur jungen und gesunden Menschen. Denn für denjenigen, der des öfteren krank ist, kann dieser Schritt recht teuer werden. Und vor weiteren Beitragserhöhungen schützt dieser Schritt nicht.

  • Kündigung und Wechsel zu einem anderen Krankenversicherer. Nach einer Beitragserhöhung besteht die Möglichkeit die private Krankenversicherung zu kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen nach Erhalt der Beitragsrechnung. Die PKV kann dann zum Datum des Wirksamwerdens der Beitragserhöhung gekündigt werden. Nachteilig ist jedoch, dass der Großteil der Altersrückstellungen, die der Vorversicherer gebildet hat, verloren gehen. Altersrückstellungen können nur insoweit mitgenommen werden, wie sie für den Basistarif übertragen werden können. Alle über den gesetzlichen Leistung liegenden Rückstellungen gingen verloren. Zu empfehlen ist der Wechsel des Versichereres daher in der Regel nur jungen und nur kurz privat Krankenversicherten.