Gerechtere Aufteilung der Altersvorsorge bei Scheidung

Vor allem Frauen profitieren von der Neuregelung

Das in der Ehe angesparte Altersvorsorgevermögen wird bei Scheidung künftig einfacher und gerechter zwischen den Ehepartnern aufgeteilt. Insbesondere Frauen profitieren von der Neuregelung, die am 1. September in Kraft tritt.


Beim Versorgungsausgleich muss der Partner, der während der Ehe die höheren Ansprüche auf eine Altersvorsorge erworben hat, die geringeren Ansprüche seines Partners zur Hälfte ausgleichen. Das gilt sowohl für die gesetzliche Rente als auch für private und betriebliche Altersvorsorge. Neu ist: Die Teilung wird in den einzelnen Versorgungssystemen vorgenommen. Dabei erhalten die ausgleichsberechtigten Personen in den jeweiligen Systemen zu Lasten des Ex-Partners ein eigenes Anrecht. Dies ist die sogenannte interne Teilung. Wenn sich die Beteiligten einig sind oder wenn ein Arbeitgeber keine neuen Personen in ihr Betriebsrentensystem aufnehmen will, kann das Anrecht auch ausgezahlt werden. Das entsprechende Kapital steht allerdings nicht zur freien Verfügung, sondern muss wiederum für die Alterssicherung verwendet werden. Dies ist etwa der Fall, wenn das Geld in einen bestehenden oder neuen Riester-Vertrag eingezahlt wird.

Bisher wurden alle Ansprüche aus den verschiedenen Altersvorsorgeformen in einen Topf geworfen und dann in einem komplizierten Verfahren aufgeteilt. Dies führte häufig zu Nachteilen für den ausgleichsberechtigten Ehepartner, zumeist die Frau. Alle Neuregelungen gelten übrigens auch für eingetragene Lebensgemeinschaften.

Diese Meldung ist Teil der Reihe Vorsorgetipps