Den Berufsunfähigkeitsschutz anpassen


Das Leben unterliegt einem stetigen Wandel. Was heute noch aktuell und richtig ist, kann morgen bereits überholt sein. Dies sollte man nicht nur im Hinblick auf technische Geräte etc., sondern auch beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten. Schließlich sichert diese Versicherung die eigene Arbeitskraft und damit das wohl wichtigste Gut eines jeden Menschen finanziell ab. Sollte dieser Schutz aufgrund von Veränderungen nicht mehr ausreichen, drohen im Ernstfall nicht unerhebliche finanzielle Verluste, die ein ganzes Leben beeinträchtigen können.


Beim Abschluss der Versicherung ist daher auf Flexibilität zu achten, um die Versicherung der eigenen Lebenssituation anpassen zu können. Einer der wichtigsten Faktoren ist in diesem Zusammenhang die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente. Sie wird bei Vertragsabschluss in der Regel auf Basis des aktuellen Gehalts sowie der derzeitigen Ausgabensituation vereinbart. Das Einkommen kann sich allerdings durch Beförderungen, durch einen beruflichen Aufstieg oder aber durch kontinuierliche Lohnanpassungen durch den Arbeitgeber im Laufe der Jahre deutlich erhöhen. Die Absicherung durch die Berufsunfähigkeitsrente ist dann vielfach nicht mehr ausreichend. Um zu verhindern, dass ein solcher Fall eintritt, sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Dynamik abgeschlossen werden. Diese Dynamik sorgt dafür, dass sich die BU-Rente Jahr für Jahr um drei bis fünf Prozent erhöht und damit sowohl die gängigen Inflationswerte wie auch die Lohnerhöhungen berücksichtigt werden können.


Doch auch weitere Veränderungen im täglichen Leben können dafür sorgen, dass die heutige Berufsunfähigkeitsversicherung den jetzigen Ansprüchen nicht mehr genügt. Wer bereits bei Vertragsabschluss eine Police mit Nachversicherungsgarantie abgeschlossen hat, kann die Rente in bestimmten Lebenssituationen, etwa bei der Geburt eines Kindes, bei einem Hausbau oder beim Start in die Selbstständigkeit entsprechend anpassen. Eine Kündigung des bisherigen Vertrages ist hierzu nicht notwendig, selbst Gesundheitsfragen werden für die Erhöhung der Leistungen nicht mehr benötigt. So kann eine Erhöhung ohne größere finanziellen Aufwand auch dann erfolgen, wenn etwa schon Gesundheitsprobleme aufgetreten sind oder das Lebensalter für einen Neuabschluss einfach zu hoch ist.