Bundesfinanzministerium will Garantiezins auf 1,25 Prozent absenken

Die Lebensversicherer sind gegen Überlegungen des Bundesfinanzministeriums, den Garantiezins zum 1. Januar 2015 von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent zu senken. Entgegen den Empfehlungen führender Versicherungsmathematiker plädiert die Lebensversicherungsbranche dafür, die Anpassung erst 2016 vorzunehmen. Der Garantiezins wird nur auf den Teil der Beiträge, den sogenannten Sparanteil, gutgeschrieben, der nach Abzug von Vertriebs-, Verwaltungs- und Risikokosten übrig bleibt. Der Garantiezins entspricht daher nicht der garantierten Rendite auf die eingezahlten Beiträge, die deutlich darunter liegt.

Der Garantiezins (Höchstrechnungszins) wird jährlich vom Bundesfinanzministerium in Abstimmung mit der Finanzaufsicht Bafin festgelegt.Und da es den Lebensversicherern wegen der anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt immer schwerer fällt, ausreichende Gewinne zu erwirtschaften, hatte Finanzstaatssekretär Michael Meister Maßnahmen angekündigt. Zu diesen Maßnahmen gehört neben der Senkung des Garantiezinses auf 1,25 Prozent ab 2015 eine höhere Beteiligung der Kunden am Risikogewinn und eine Dividendensperre für Aktionäre, falls es zu Problemen mit der Ausschüttung an die Lebensversicherungskunden kommen sollte.

Nach Ansicht des Präsidenten des Branchenverbandes GDV würden die geplanten Maßnahmen den Versicherungsstandort beschädigen. Er würde es am liebsten sehen, wenn nur eine von der Branche geforderte Änderung umgesetzt würde. Diese betrifft die stillen Reserven (Bewertungsreserven) auf festverzinsliche Wertpapiere, die nach Ansicht der Versicherer künftig nicht mehr zur Hälfte mit den Kunden geteilt werden sollen.

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Susanne Meunier - Private AltersvorsorgeMichael Opoczynski - WISO: AltersvorsorgeIsabell Pohlmann - Altersvorsorge für Selbstständige