Auslandsreise-Krankenversicherung 

Ein „sehr guter“ Vertrag für 6 Euro im Jahr


Schon für 6 Euro im Jahr bekommt man bei der Debeka eine „sehr gute“ Auslandsreise-Krankenversicherung, für 2 Euro mehr eine ebenfalls „sehr gute“ bei der Huk-Coburg. Die Huk bezahlt auch den Krankenrücktransport ohne Einschränkungen, sobald er sinnvoll und vertretbar ist. Von 38 untersuchten Tarifen schafften 9 ein „Sehr gut“ und 18 ein „Gut“ für ihre Versicherungsbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

Einen Krankenschutz fürs Ausland sollten alle Reisenden abschließen. In vielen Ländern außerhalb Europas übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Behandlungskosten und auch innerhalb von Europa wird nicht alles gezahlt. Kosten für einen Rücktransport übernehmen die Kassen nie, dies gilt auch für die meisten privaten Krankenversicherer. Im Prüfpunkt Krankenrücktransport war die Stiftung Warentest gegenüber den vorherigen Jahren strenger. Volle Punktzahl gab es nur bei uneingeschränkter Kostenübernahme, sobald der Transport sinnvoll und vertretbar ist.

Urlauber, die seit Jahren mit der gleichen Police verreisen, sollten ihren Versicherer bitten, ihren Vertrag umzustellen. Obwohl viele Unternehmen in den Anforderungen nachgebessert haben, werden die Bedingungen nicht automatisch umgestellt. Bei einem Wechsel des Anbieters ist die meist dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende der Laufzeit zu beachten.

Nicht verlassen sollten sich Urlauber auf die Unterstützung der Notrufdienste, die im Auftrag der Krankenversicherung bei der Suche nach geeigneter ärztlicher Versorgung am Urlaubsort helfen sollen. Nur drei von zehn Notdiensten konnten bei einem Anruf von den Azoren die nächstgelegenen Gesundheitszentren korrekt nennen. Stattdessen gaben gestresste Mitarbeiter oft überhaupt keine Auskunft oder schickten die Tester in die weit entfernte Hauptstadt. Der ADAC riet sogar zu einem Arzt auf dem 1500 km entfernten Festland. Anstatt sich über überflüssige Telefonate und unbefriedigende Auskünfte zu ärgern, sollte man sich selbst helfen und schon zuhause die nötigen Informationen für den Notfall zusammentragen.

Der ausführliche Test findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de