Beitragsseiten

Was bedeuten Haftungs- und Deckungsverhältnis?

Schadenersatzansprüche kann der Geschädigte nur gegen den Schädigenden geltend machen (Haftungsverhältnis), das heißt, zwischen dem Geschädigten und dem Versicherer des Schädigenden besteht grundsätzlich keine Rechtsbeziehung. Unter dem Deckungsverhältnis wird die Rechtsbeziehung zwischen dem Schädigenden (versicherte Person) und dem Versicherer verstanden. Werden also gegen Sie Schadenersatzansprüche im Rahmen Ihrer Haftpflichtversicherung gestellt, hat Ihr Versicherer folgende Aufgaben für Sie zu übernehmen:

  • Prüfung der Haftpflichtfrage
    Ihr Versicherer prüft zunächst, ob es sich um begründete oder unbegründete Ansprüche handelt.

     
  • Befriedigung begründeter Ansprüche
    Ihr Versicherer befriedigt die Ansprüche des Geschädigten, falls die vorhergehende Prüfung ergeben hat, dass die Ansprüche gerechtfertigt sind.

     
  • Abwehr unbegründeter Ansprüche
    Ergibt die Prüfung der Haftpflichtfrage, dass die Ansprüche ganz oder teilweise ungegründet sind, hat Ihr Versicherer die Pflicht, diese Ansprüche, gegebenenfalls auch vor Gericht, abzuwehren. Dies wird als "passive Rechtsschutzversicherung" bezeichnet. Wurden die Ansprüche des Geschädigten vor Gericht abgewehrt, hat dieser keine Möglichkeit mehr, nochmals direkt bei Ihnen Ansprüche geltend zu machen.

  • Geändert am .