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Zahlt der Arbeitgeber auch einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung?

Auch privat Krankenversicherte erhalten einen Beitragszuschuss ihres Arbeitgebers zur PKV. Dieser Zuschuss wird auch für nicht erwerbstätige Familienangehörige (bis zur Grenze für den Anspruch auf Familienversicherung in 2014: 395 Euro bzw. 450 Euro bei Arbeitseinkommen) gewährt, wenn bei einer fiktiven Versicherungspflicht des PKV-Versicherten in der GKV für die Angehörigen ein Anspruch auf kostenlose Familienversicherung bestünde.

Sind beide Ehepartner wegen Überschreiten der KV-Pflichtgrenze versicherungsfrei, und befindet sich ein Partner in Elternzeit, so besteht ebenfalls Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss beim Arbeitgeber des weiter erwerbstätigen Ehepartners. Der Zuschuss wird sowohl für den freiwilligen GKV- als auch den PKV-Beitrag des in Elternzeit befindlichen Ehepartners gewährt.

Der Zuschuss des Arbeitgebers beträgt die Hälfte des Beitrags, den der PKV-Versicherte für sich und seine nicht erwerbstätigen Angehörigen tatsächlich zahlt, jedoch nicht mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbeitrags zur GKV. In 2014 beträgt der Höchstbetrag 332,10 Euro pro Monat für die Krankenversicherung.

Damit der Arbeitgeberzuschuss gezahlt wird, muss die private Krankenversicherung folgende ab dem 1. Juli 1994 gültigen Qualitätsstandards erfüllen:

  • Die Krankenversicherung muss nach Art der Lebensversicherung betrieben werden (Bildung von Altersrückstellungen).
  • Die Krankenversicherung muss sich verpflichten, versicherten Personen, die über einen mindestens 10-jährigen zuschussberechtigten Versicherungsschutz in der PKV verfügen, einen bracheneinheitlichen Standardtarif anzubieten. Das Angebot gilt für Personen ab dem 65. Lebensjahr sowie für Personen mit einem Einkommen unter der KV-Pflichtgrenze ab dem vollendeten 55. Lebensjahr beziehungsweise für Rentner mit einem Einkommen unter der KV-Pflichtgrenze bereits vor dem 55. Lebensjahr. Der Beitrag darf dabei den durchschnittlichen Höchstbeitrag in der GKV nicht übersteigen.
  • Die Krankenversicherung muss sich verpflichten, den überwiegenden Teil der Überschüsse zugunsten der Versicherten zu verwenden.
  • Die Krankenversicherung muss vertraglich auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichten.
  • Die Krankenversicherung darf nicht zusammen mit anderen Versicherungssparten betrieben werden (Spartentrennung).

 

 

 

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