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Private Krankenversicherung - PKV

Rund 90% gesetzlich Versicherten stehen etwa 10% privat Versicherte gegenüber. Denn nicht jeder kann oder will in die private Krankenversicherung. Im Sozialgesetzbuch ist festgelegt, welcher Personenkreis in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert ist, beziehungsweise wer in eine private Krankenversicherung (PKV) wechseln kann.

  • Arbeiter und Angestellte

    Für Arbeitnehmer besteht Versicherungspflicht in der GKV, wenn ihr Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) liegt. 2014 beträgt die Jahresarbeitsentgeltgrenze 53.550 Euro, dies entspricht einem regelmäßigen Monatseinkommen von 4.462,50 Euro. Eine Ausnahme besteht für Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 wegen Überschreitens der damals geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei waren und eine private Krankenversicherung hatten. Für sie liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze, die der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, in 2014 bei 48.600 Euro jhrl. (4.050 Euro mtl.).

    Zum Jahresarbeitsentgelt zählen neben dem laufenden Brutto-Monatsgehalt auch Sonderzahlungen, wie beispielsweise das 13. Monatsgehalt, Weihnachts- und Urlaubsgeld, sonstige regelmäßige Einkünfte (Überstundenpauschalen, Schmutzzulagen, ...) und die vermögenswirksamen Leistungen. Nicht hinzu zu rechnen sind dagegen Vergütungen für außerordentliche Überstunden, Kinderzulagen oder die Arbeitnehmersparzulage.

    Die Entwicklung der Jahresarbeitsentgeltgrenze, die von der Bundesregierung jährlich im Voraus an die durchschnittliche Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst wird, können Sie folgenden Tabellen entnehmen.

    Zeitraum

    Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze)
      West Ost
      jährlich monatlich jährlich monatlich
    1981 39.600 DM 3.300 DM    
    1982 42.300 DM 3.525 DM    
    1983 45.000 DM 3.750 DM    
    1984 46.800 DM 3.900 DM    
    1985 48.600 DM 4.050 DM    
    1986 50.400 DM 4.200 DM    
    1987 51.300 DM 4.275 DM    
    1988 54.000 DM 4.500 DM    
    1989 54.900 DM 4.575 DM    
    1990 56.700 DM 4.725 DM 24.300 DM 2.025 DM
    01. - 06. 1991     27.000 DM 2.250 DM
    07. - 12. 1991     30.600 DM 2.550 DM
    1991 58.500 DM 4.875 DM    
    1992 61.200 DM 5.100 DM 43.200 DM 3.600 DM
    1993 64.800 DM 5.400 DM 47.700 DM 3.975 DM
    1994 68.400 DM 5.700 DM 53.100 DM 4.425 DM
    1995 70.200 DM 5.850 DM 57.600 DM 4.800 DM
    1996 72.000 DM 6.000 DM 61.200 DM 5.100 DM
    1997 73.800 DM 6.150 DM 63.900 DM 5.325 DM
    1998 75.600 DM 6.300 DM 63.000 DM 5.250 DM
    1999 76.500 DM 6.375 DM 64.800 DM 5.400 DM
    2000 77.400 DM 6.450 DM 63.900 DM 5.325 DM

    Ab 2001 einheitlich für Ost und West.

    Zeitraum Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze)
        für Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 PKV-versichert waren
      jährlich monatlich jährlich monatlich
    2001 78.300 DM 6.525 DM    
    2002 40.500€ 3.375,00€    
    2003 45.900€ 3.825,00€ 41.400€ 3.450,00€
    2004 46.350€ 3.862,50€ 41.850€ 3.487,50€
    2005 46.800€ 3.900,00€ 42.300€ 3.525,00€
    2006 47.250€ 3.937,50€ 42.750€ 3.562,50€
    2007 47.700€ 3.975,00€ 42.750€ 3.562,50€
    2008 48.150€ 4.012,50€ 43.200€ 3.600,00€
    2009 48.600€ 4.050,00€ 44.100€ 3.675,00€
    2010 49.950€ 4.162,50€ 45.000€ 3.750,00€
    2011 49.500€ 4.125,00€ 44.550€ 3.712,50€
    2012 50.850€ 4.237,50€ 45.900€ 3.825,00€
    2013 52.200€ 4.350,00€ 47.250€ 3.937,50€
    2014 53.550€ 4.462,50€ 48.600€ 4.050,00€

    Überschreitet ein Arbeitnehmer mit seinem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze, scheidet er mit Ablauf des 31.12. aus der Krankenversicherungspflicht aus. Voraussetzung ist jedoch, dass sein Einkommen drei Jahre lang über der Pflichtversicherungsgrenze liegt (Stichtag 02.02.2007). Die endgültigen Werte der Sozialversicherung inklusive des Höchstbeitrags in der GKV für 2014 gibt es auf der Seite Sozialversicherungswerte 2014.

    Versicherungsfrei gewordene Arbeitnehmer haben die Möglichkeit in die PKV zu wechseln oder aber als freiwilliges Mitglied in der GKV zu bleiben.

    • freiwillige Mitgliedschaft in der GKV
      Nachdem die Krankenkasse Sie auf die Austrittsmöglichkeit hingewiesen hat, können Sie innerhalb von 2 Wochen Ihren Austritt erklären. Ansonsten verbleiben Sie als freiwilliges Mitglied in der GKV. Voraussetzung für die freiwillige Mitgliedschaft ist, dass Sie in den letzen fünf Jahren vor Ausscheiden aus der Versicherungspflicht mindestens 24 Monate oder unmittelbar vorher ununterbrochen mindestens 12 Monate in der GKV versichert waren.
    • Vollversicherung in der PKV
      Als versicherungsfrei gewordener Arbeitnehmer können Sie zur privaten Krankenversicherung wechseln. Ein Wechsel mit Beginn der Versicherungsfreiheit ist bereits möglich, wenn Sie innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse auf die Austrittsmöglichkeit Ihre Mitgliedschaft beenden. Ansonsten ist vor dem Wechsel eine zweimonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

     

  • Selbstständige, Freiberufler, Unternehmer

    Nicht dieser Personengruppe hinzu zu rechnen sind, mit Ausnahmen, Künstler, Publizisten und Landwirte, da diese kraft Gesetzes versichert sind. Ansonsten besteht keine Versicherungspflicht in der GKV. Selbstständige haben daher die Möglichkeit, unabhängig vom Einkommen, entweder freiwilliges Mitglied einer GKV zu werden oder aber eine private Krankenversicherung abzuschließen.
    Möchten Sie sich als Selbstständiger freiwillig in der GKV versichern, müssen Sie über bestimmte Vorversicherungszeiten verfügen. So müssen Sie in den letzten fünf Jahren vor Ausscheiden aus der Versicherungspflicht mindestens 24 Monate oder unmittelbar vorher ununterbrochen mindestens 12 Monate in der GKV versichert gewesen sein. Zeiten der Familienversicherung in der GKV sind dabei mitzurechnen.
    Waren Sie als Arbeitnehmer gesetzlich krankenversichert und machen sich selbstständig, werden Sie versicherungsfrei. Sie können nun innerhalb von drei Monaten nach Beendigung der Versicherungspflicht Ihrer Krankenkasse mitteilen, ob die Mitgliedschaft freiwillig fortgesetzt werden soll.
    Als Selbstständiger können Sie eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen, wenn Sie in eine private Krankenversicherung wechseln wollen. Die 18-monatige Bindungsfrist an die Krankenkasse entfällt in diesem Fall.

  • Ärzte, Zahnärzte, Ärzte im Praktikum

    Ist ein Arzt in einem Angestelltenverhältnis tätig, ist auch hier zu unterscheiden, ob die Jahresarbeitsentgeltgrenze über- oder unterschritten wird. Wird Sie überschritten, besteht auch hier die Möglichkeit der freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV oder dem Abschluss einer PKV. Selbstständig tätige Ärzte haben unabhängig vom Einkommen die Wahl zwischen gesetzlicher oder privater Krankenversicherung.

  • Beihilfeberechtigte Personen (Beamte, Richter, Angestellte im öffentlichen Dienst)

    Dieser Personenkreis enthält über das Beihilfesystem einen prozentualen Zuschuss zu den Krankheitskosten. Das Beihilferecht ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Einige Bundesländer wenden die Beihilfevorschriften des Bundes direkt an, in anderen wiederum gelten eigenständige Regelungen. Übliche Beihilfesätze sind:

      Beihilfeberechtigter Ehepartner Kinder
    Beihilfeberechtigter mit einem oder keinem Kind 50% 70% 80%
    Beihilfeberechtigter mit zwei oder mehr Kindern 70% 70% 80%
    Empfänger von Versorgungsbezügen 80% 70% 80%

    Beihilfeberechtigte haben eine Versorgungslücke, die über eine private Krankenversicherung geschlossen werden kann.

Versicherungspflicht

Für die heute etwa 300.000 Nichtversicherte gilt ab 2009 die "Pflicht zur Versicherung". Sie müssen also Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung werden. Eine bestehende Versicherung kann dann nur noch gekündigt werden, wenn bereits eine neue Police vorliegt. Bereits ab Sommer 2007 konnten Nichtversicherte, die früher privat versichert waren, in den Basistarif der PKV. Bis zur zwingenden Einführung des Basistarif zum 01.01.2009, galt der Standardtarif mit ähnlichen Leistungen und Bedingungen.

 

 


Einmal PKV, immer PKV?

Fallen Sie als privat versicherter Arbeitnehmer unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, werden Sie automatisch in der GKV versicherungspflichtig. Auch ein Selbstständiger bzw. Freiberufler, der als Arbeitnehmer mit einem Verdienst unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze tätig wird, fällt wieder unter die Versicherungspflicht. Erst bei Überschreiten der Pflichtgrenze kann erneut eine PKV eingegangen werden.

Auch andere Sachverhalte können wieder zur Versicherungspflicht in der GKV führen. In einigen Fällen ist jedoch eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht möglich. Hierzu ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht, ein Antrag bei einer Krankenkasse einzureichen. Zuständig ist diejenige Krankenkasse, bei der der Versicherte zuletzt versichert war oder falls früher keine gesetzliche Krankenversicherung bestand, jede andere wählbare Krankenkasse. Wurden nach Beginn der Versicherungspflicht noch keine Leistungen in Anspruch genommen, wirkt die Befreiung ab diesem Zeitpunkt, anderenfalls vom Beginn des auf die Stellung des Befreiungsantrags folgenden Kalendermonats.

Hinweis Die Befreiung ist dann unwiderruflich, und zwar solange wie der Sachverhalt, der zur Befreiung geführt hat, noch andauert.

 

In folgenden Fällen ist eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht möglich:

  • Das Einkommen sinkt unter die Versicherungspflichtgrenze
    Die Bundesregierung setzt jährlich im Voraus die Jahresarbeitsentgeltgrenze fest. Führt diese Anhebung nun dazu, dass die Pflichtgrenze über das regelmäßige Einkommen steigt, entstünde für den Arbeitnehmer wieder Versicherungspflicht. Hiervon kann er sich jedoch auf Antrag befreien lassen, sodass er weiter in der PKV versichert bleiben könnte. Eine Befreiung ist nicht möglich, wenn wegen Verringerung des Gehaltes die Jahresarbeitsentgeltgrenze unterschritten wird. Aufgrund eines anderen Sachverhaltes, beispielsweise von Arbeitslosigkeit, kann die Versicherungspflicht aber erneut eintreten.
  • Teilzeitbeschäftigung
    Sinkt das Einkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, weil die Arbeitszeit auf die Hälfte oder weniger der regelmäßigen Wochenarbeitszeit vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter des Betriebes herabgesetzt wird, ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht ebenfalls möglich. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber gewechselt wird, und beim neuen Arbeitgeber eine entsprechende Teilzeitbeschäftigung aufgenommen wird. Voraussetzung ist jedoch, dass der Arbeitnehmer seit mindestens 5 Jahren wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei ist. Eine Befreiung ist nicht möglich, wenn die Arbeitszeit beispielsweise von 38 auf 30 Stunden reduziert wird.
  • Altersteilzeit
    Hier gelten dieselben Voraussetzungen wie bei einer Teilzeitbeschäftigung. Wird die reduzierte Arbeitszeit im Rahmen eines Blockmodells verteilt, ist dies unschädlich für die Befreiungsmöglichkeit.
  • Arbeitslosigkeit
    Werden Sie als privat Versicherter arbeitslos, fallen Sie automatisch in die GKV zurück. Bei weniger als 12 Monaten Arbeitslosigkeit können Sie jedoch zu den alten Konditionen in die Private zurück; bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze müssen Sie sogar.
    Hier gilt: Waren Sie mindestens fünf Jahre vor dem Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld nicht in der GKV versichert, können Sie trotz Arbeitslosigkeit weiter privat versichert bleiben. Das Arbeitsamt übernimmt die Prämie zur PKV bis zur Höhe, die in der GKV fällig gewesen wäre, wenn Leistung und Umfang der PKV dem der GKV entsprechen. Ist der PKV-Beitrag höher, müssen Sie als Arbeitsloser die Mehrkosten tragen.
  • Studenten, Praktikanten, Auszubildende des zweiten Bildungsweges
    Durch das Einschreiben als Student an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland werden Sie versicherungspflichtig. Die Versicherungspflicht endet in der Regel nach dem 14. Fachsemester, spätestens jedoch mit Vollendung des 30. Lebensjahres. Auf Antrag ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht möglich, wenn der Antrag innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei einer Krankenkasse gestellt wird. Als BAföG-Empfänger erhalten Sie einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag, der auch für eine private Krankenversicherung gilt.
    Ebenfalls von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen können sich Personen, die eine berufspraktische Tätigkeit ausüben, die in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, Personen, die zu ihrer Berufsausbildung ohne Arbeitsentgelt beschäftigt sind, und Auszubildende des Zweiten Bildungsweges, soweit die Ausbildung BAföG-förderungsfähig ist.
  • Ärzte im Praktikum
    Aufgrund der Einkommenshöhe entsteht Versicherungspflicht, von der jedoch eine Befreiung möglich ist.

Ab dem 55. Lebensjahr ist eine Rückkehr in die GKV praktisch ausgeschlossen, auch dann, wenn Sie unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze fallen. Ein Wechsel wäre nur dann möglich, wenn Sie in den letzten fünf Jahren mindestens 2 ½ Jahre gesetzlich versichert waren. Dies gilt ebenfalls für privat versicherte Ehepartner ab dem 55. Lebensjahr. Eine Rückkehrmöglichkeit durch Familienversicherung beim GKV-versicherten Ehepartner wäre aber dann gegeben, wenn das Gesamteinkommen des über 55-Jährigen die Grenze für den Anspruch auf Familienversicherung von 395 Euro/Monat bzw. 450 Euro/Monat bei Arbeitseinkommen nicht überschreitet.

 

 


 

Wechselmöglickeiten PKV zu PKV

Bei einem Wechsel von einer privaten zu einem neuen privaten Krankenversicherer werden die kalkulierten Alterungsrückstellung in Höhe des Basistarifs weitergegeben. Dies bedeutet in der Regel einen höheren Beitrag beim neuen Krankenversicherer.

 

 

 


 

Wovon ist der Beitrag in der Krankenversicherung abhängig?

Der Beitrag in der GKV

Der Beitrag in der GKV wird nach dem Solidarprinzip erhoben. Er richtet sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherten und nicht nach seinem persönlichen gesundheitlichen Risiko (Alter, Geschlecht, Gesundheit, ...). Gesetzlich Versicherte zahlen einen von der gewählten Krankenkasse abhängigen Prozentsatz vom Bruttoeinkommen, das heißt, Geringverdiener zahlen weniger, Gutverdiener zahlen mehr ein, wobei die Höhe der Beiträge durch die Beitragsbemessungsgrenze nach oben begrenzt ist. In 2014 werden so maximal 4.050 Euro monatliches Bruttoeinkommen berücksichtigt. Bei Arbeitnehmern wird die Hälfte des Beitrags grundsätzlich vom Arbeitgeber getragen.

Der Höchstbeitrag zur GKV liegt 2014 bei 627,75 Euro. Der Höchstbeitrag für Arbeitgeber und damit auch der maximale Arbeitgeberzuschuß für privat Versicherte liegt bei 295,65 Euro.

Im Gegensatz zur PKV bietet die GKV die beitragsfreie Familienversicherung für Kinder und Ehegatten. Voraussetzung ist, dass die Familienmitglieder ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben und nicht anderweitig versicherungspflichtig, versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind. Das steuerlich relevante Gesamteinkommen darf dabei die Grenze des Anspruchs auf Familienversicherung von 395 Euro/Monat beziehungsweise 450 Euro/Monat bei geringfügiger Beschäftigung nicht übersteigen. Ehegatten können auch dann noch familienversichert bleiben, wenn sie vom gesetzlich Versicherten getrennt leben. Die Familienversicherung endet jedoch mit rechtskräftiger Scheidung. Kinder sind unter folgenden Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert:

  • bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
  • bis zum vollendeten 23. Lebensjahr, wenn sie nicht erwerbstätig sind
  • bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden beziehungsweise ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leisten
  • über das 25. Lebensjahr hinaus, um den Zeitraum, um den ihre Schul- oder Berufsausbildung durch eine gesetzliche Dienstpflicht (Wehr- oder Zivildienst) unterbrochen oder verzögert wurde
  • ohne Altersgrenze, behinderte Kinder, die sich nicht selbst unterhalten können
    Die Behinderung muss allerdings bereits während der Familienversicherung bestanden haben.

Stief- und Enkelkinder gelten dann als Kinder, wenn sie vom GKV-Versicherten mehr als zur Hälfte unterhalten werden. Beitragsfrei mitversichert sind auch Pflegekinder und Adoptivkinder, wenn sie in dauernder häuslicher Gemeinschaft mit dem gesetzlich Versicherten leben.

Die Entwicklung der durchschnittlichen Höchstbeiträge in der GKV können Sie folgender Tabelle entnehmen:

Zeitraum Beitragsbemessungsgrenze in der GKV durchschnittlicher Höchstsatz bzw. Höchstbeitrag in der maximaler Arbeitgeberzuschuss (AGZ)
GKV Pflegeversicherung
  jährlich monatlich Prozent Beitrag Prozent Beitrag KV PV PV - Sachsen
2002     14,0%            
2003 41.400 3.450,00 14,0% 483,00 1,7% 58,65 241,50 29,33 12,08
2004 41.850 3.487,50 14,3% 498,71 1,7% 59,29 249,36 29,64 12,21
2005 42.300 3.525,00 14,3% 504,08 ** 1,7% *** 59,93 252,04 29,96 12,34
Juni 2005 42.300 3.525,00 13,4% * 504,08 ** 1,7% *** 59,93 (8,81) 252,04 29,96 12,34
2006 42.750 3.562,50 13,24% * 477,38 ** 1,7% *** 60,56 (8,91) 238,69 30,28 12,47
2007 42.750 3.562,50 13,3% * 471,68 ** 1,7% *** 60,56 (8,91) 235,84 30,28 12,47
2008 43.200 3.600,00 14,0% * 478,80 ** 1,7% *** 61,20 (9,00) 239,40 30,60 12,60
2009 44.100 3.675,00 14,9% * 548,00 ** 1,95% *** 71,66 (9,19) 257,25 35,83 17,46
2010 45.000 3.750,00 15,5% * 581,25 ** 1,95% *** 73,13 (9,38) 262,50 36,56 17,81
2011 44.550 3.712,50 15,5% * 575,44 ** 1,95% *** 72,40 (9,28) 271,01 36,20 17,63
2012 45.900 3.825,00 15,5% * 592,88 ** 1,95% *** 74,59 (9,56) 279,23 36,20 17,63

* Seit Juni 2005 wird ein Sonderbeitrag in Höhe von 0,9% erhoben. Die angegebenen Beiträge entsprechen den Höchstbeiträgen ohne den Sonderbeitrag in Höhe von maximal 32,06 €.
** Ab Januar 2005 zahlen Kinderlose einen Beitragszuschlag von 0,25%. Ausgenommen sind vor 1940 Geborene, Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres, Bezieher von Arbeitslosengeld II sowie Wehr- und Zivildienstleistende.
*** Die Beiträge in Klammern entsprechen dem maximalen Kinderlosenbeitrag.

In der GKV gibt es verschiedene Beitragssätze:

  • allgemeiner Beitragssatz
    Den allgemeinen Beitragssatz zahlen Versicherte, die einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von mindestens 6 Wochen haben. Seit dem 1. Januar 2004 gilt auch bei Rentnern und versicherungspflichtigen Arbeitnehmern für die Bemessung der Beiträge aus Renten, Versorgungsbezügen und Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit der allgemeine Beitragssatz. Der allgemeine Beitragssatz liegt zurzeit bei 15,5 Prozent.
  • erhöhter Beitragssatz
    Der erhöhte Beitragssatz gilt für Versicherte, die seitens ihres Arbeitgebers keinen Anspruch auf die sechswöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben.
  • ermäßigter Beitragssatz
    Der ermäßigte Beitragssatz gilt für Versicherte, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben.

 

 

 


 

 

Der Beitrag in der PKV

Der Beitrag in der PKV wird unabhängig vom Einkommen bemessen. Hier spielen das Alter, das Geschlecht, der Gesundheitszustand sowie die gewünschten Leistungen die maßgebliche Rolle. Zudem gibt es in der PKV im Gegensatz zur GKV keine Familienversicherung, sodass jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag abschließen muss.

Der Tarifbeitrag setzt sich aus drei Komponenten zusammen, dem Risikoanteil, dem Sparanteil und dem Kostenanteil. Der Risikobeitrag bildet den größten Anteil und dient zur Deckung der jeweiligen Tarifleistung, also der laufenden Krankheitskosten. Der Sparanteil wird zum Aufbau der gesetzlich vorgeschriebenen Altersrückstellungen verwand. Diese Reserve für das Alter ist notwendig, damit die Beiträge für ältere Versicherte nicht übermäßig erhöht werden müssen. Der Kostenanteil setzt sich aus Verwaltungs-, Schadenregulierungs-, Abschlusskosten sowie einem Sicherheitszuschlag zusammen.

Risiko- und Sparanteil addieren sich zum Nettobeitrag; Nettobeitrag plus Kostenanteil ergeben den Bruttobeitrag.

Kostensteigerungen im Gesundheitswesen führen sowohl in der GKV als auch in der PKV zu Beitragserhöhungen. Gründe hierfür sind zum einen Kostensteigerungen durch medizinischen Fortschritt; so können heute Krankheiten erkannt und behandelt werden, bei denen dies früher nicht möglich gewesen ist. Auch die Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der Arztbesuche führt langfristig zu Beitragserhöhungen. Zum anderen ist ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein aber auch das verstärkte Auftreten so genannter Zivilisationskrankheiten (Allergien) zu verzeichnen. Auch demografische Faktoren spielen eine große Rolle. Durch die stetig steigende Lebenserwartung reichen die aufgrund früherer Annahmen kalkulierten Altersrückstellungen nicht aus. All dies muss sich in Beitragserhöhungen niederschlagen.

Während in der GKV eine Erhöhung der Beiträge durch gesetzliche Leistungskürzungen teilweise umgangen wird, ist dies in der PKV nicht möglich. In der PKV vereinbarte Leistungen dürfen nicht nach unten korrigiert werden, sodass sich hier zwangsläufig Beitragserhöhungen ergeben müssen.

§ 12 b des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) regelt das Verfahren zur Beitragsänderung. Demnach ist eine Anpassung immer nur mit Zustimmung eines unabhängigen, von der Aufsichtsbehörde zulässigen Treuhänders möglich. Die privaten Versicherer müssen demzufolge dem Treuhänder einmal im Jahr für jeden Tarif einen Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen vorlegen. Ergibt sich eine Abweichung von mehr als 10% (oder geringer, falls in den AVB festgelegt), so muss der Versicherer alle Beiträge des Tarifs prüfen und mit Zustimmung des Treuhänders anpassen, sofern die Abweichung nicht nur als vorübergehend anzusehen ist.

Basis-Tarif

Zum 01. Januar 2009 müssen die privaten Krankenversicherer einen Basistarif anbieten, der in etwa den Leistungen der gesetzlichen Kassen entsprechen muss. Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge sind nicht erlaubt. Zudem gilt Kontrahierungszwang, dass heisst, es darf niemand, der sich im Basistarif versichern will, zurückgewiesen werden. Für PKV-Bestandskunden ist ein Wechsel in den Basistarif jedoch nur vom 01.01.2009 bis zum 30.06.2009 möglich. Für Arbeitnehmer, die dann erstmals versicherungsfrei werden (Einkommen drei Jahre lang über Versicherungspflichtgrenze) gilt ein Zeitraum von 6 Monaten nach Beginn der Wechselmöglichkeit. Über 55-jährige und Bedürftige, im Sinne von SGB II (Grundsicherung für Arbeit Suchende) oder SGB XII (Sozialhilfe) können auch später noch auf den Basistarif umsteigen. Nichtversicherte, die privat versichert waren oder die aufgrund ihres Status der PKV zuzuordnen sind, brauchen keine Fristen beachten. Diese Personengruppe kann bereits im Sommer 2007 in den Standardtarif der PKV.

Der Beitrag dieses Basistarifs darf dabei den maximalen Beitrag der GKV nicht übersteigen. Ist der Ehe- oder Lebenspartner auch im Basistarif versichert, darf der Beitrag maximal 150 Prozent der durchschnittlichen Höchstbeitrags der GKV betragen.

 

 

 


 

Zahlt der Arbeitgeber auch einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung?

Auch privat Krankenversicherte erhalten einen Beitragszuschuss ihres Arbeitgebers zur PKV. Dieser Zuschuss wird auch für nicht erwerbstätige Familienangehörige (bis zur Grenze für den Anspruch auf Familienversicherung in 2014: 395 Euro bzw. 450 Euro bei Arbeitseinkommen) gewährt, wenn bei einer fiktiven Versicherungspflicht des PKV-Versicherten in der GKV für die Angehörigen ein Anspruch auf kostenlose Familienversicherung bestünde.

Sind beide Ehepartner wegen Überschreiten der KV-Pflichtgrenze versicherungsfrei, und befindet sich ein Partner in Elternzeit, so besteht ebenfalls Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss beim Arbeitgeber des weiter erwerbstätigen Ehepartners. Der Zuschuss wird sowohl für den freiwilligen GKV- als auch den PKV-Beitrag des in Elternzeit befindlichen Ehepartners gewährt.

Der Zuschuss des Arbeitgebers beträgt die Hälfte des Beitrags, den der PKV-Versicherte für sich und seine nicht erwerbstätigen Angehörigen tatsächlich zahlt, jedoch nicht mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbeitrags zur GKV. In 2014 beträgt der Höchstbetrag 332,10 Euro pro Monat für die Krankenversicherung.

Damit der Arbeitgeberzuschuss gezahlt wird, muss die private Krankenversicherung folgende ab dem 1. Juli 1994 gültigen Qualitätsstandards erfüllen:

  • Die Krankenversicherung muss nach Art der Lebensversicherung betrieben werden (Bildung von Altersrückstellungen).
  • Die Krankenversicherung muss sich verpflichten, versicherten Personen, die über einen mindestens 10-jährigen zuschussberechtigten Versicherungsschutz in der PKV verfügen, einen bracheneinheitlichen Standardtarif anzubieten. Das Angebot gilt für Personen ab dem 65. Lebensjahr sowie für Personen mit einem Einkommen unter der KV-Pflichtgrenze ab dem vollendeten 55. Lebensjahr beziehungsweise für Rentner mit einem Einkommen unter der KV-Pflichtgrenze bereits vor dem 55. Lebensjahr. Der Beitrag darf dabei den durchschnittlichen Höchstbeitrag in der GKV nicht übersteigen.
  • Die Krankenversicherung muss sich verpflichten, den überwiegenden Teil der Überschüsse zugunsten der Versicherten zu verwenden.
  • Die Krankenversicherung muss vertraglich auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichten.
  • Die Krankenversicherung darf nicht zusammen mit anderen Versicherungssparten betrieben werden (Spartentrennung).

 

 

 


 

 

Reduzierung der Beiträge im Alter

Zur Reduzierung des Beitrags im Alter bestehen in der PKV mehrere Möglichkeiten. Zum einen muss älteren Versicherten ab dem 60. Lebensjahr bei jeder Beitragserhöhung ein Tarifangebot unterbreitet werden, das zu einer Beitragsreduzierung und dann wohl auch zu Leistungskürzungen führt. Zum anderen steht allen Versicherten ab dem 65. Lebensjahr der Standardtarif offen. Der Beitrag des Standardtarifs darf dabei den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten; die Leistungen liegen auf GKV-Niveau.

Liegt das Gesamteinkommen des Versicherten unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze, gilt für Ehepaare eine Begrenzung auf 150% des GKV-Höchstbeitrags. Auch Versicherte ab dem 55. Lebensjahr können den Basistarif nutzen, falls die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht überschritten wird.

 

 

 


 

Wann können Kinder weiterhin kostenfrei in der GKV versichert bleiben?

Bei einem Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung müssen die Kosten für den Schutz der Familie berücksichtigt werden. Denn in der PKV gibt es keine kostenfreie Familienversicherung. Ehegatten und Kinder müssen separat versichert werden. Wechselt ein GKV-Versicherter zur PKV, muss geprüft werden, ob Kinder weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Familienversicherung beim anderen Ehepartner in der GKV haben. Bei der Prüfung der Ansprüche ist wesentlich, wer der Hauptverdiener in der Familie ist, und ob dessen Einkommen regelmäßig über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Immer dann, wenn alle drei der nachfolgend aufgeführten Punkte erfüllt sind, ist eine kostenfreie Familienversicherung für Kinder in der GKV nicht möglich. Sind beispielsweise nur zwei erfüllt, wäre die kostenlose Familienversicherung der Kinder weiterhin möglich.

  • der Ehegatte des GKV-Versicherten ist PKV-versichert
  • das Gesamteinkommen des PKV-Versicherten übersteigt regelmäßig im Monat 1/12 der Jahresarbeitsentgeltgrenze (in 2014: 4.462,50 Euro bzw. 4.050,00 Euro für bereits am 31.12.2002 PKV-Versicherte)
  • das Gesamteinkommen des PKV-Versicherten liegt regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des GKV-Versicherten

Diese gesetzliche Regelung hat zur Folge, dass Kinder in der Regel nicht beim GKV-versicherten Elternteil kostenlos mitversichert werden können. Dann besteht die Möglichkeit, Kinder entweder gegen Beitrag in der GKV freiwillig zu versichern oder eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Sind die Eltern des Kindes nicht verheiratet, leben beispielsweise in eheähnlicher Lebensgemeinschaft, werden die oben genannten Voraussetzungen nicht geprüft. Die Prüfung wird auch dann nicht vorgenommen, wenn ein Elternteil nicht mit dem Kind verwandt ist. Für geschiedene Eltern gilt: Ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Scheidung, kann die Familienversicherung in der GKV genutzt werden, wenn ein Elternteil GKV-versichert ist, gleichgültig, bei wem das Kind lebt.

 

 

 


 

 

Krankenversicherung während der Elternzeit

Hier sind folgende Varianten zu unterscheiden:

  • Beide Elternteile sind in der GKV versichert.
    Die Mitgliedschaft in der GKV wird für denjenigen, der sich in Elternzeit befindet, beitragsfrei fortgeführt.
  • Beide Elternteile sind in der PKV versichert.
    Der in Elternzeit Befindliche hat den vollen PKV-Beitrag zu entrichten. Das Krankentagegeld sollte für die Elternzeit in Anwartschaft gestellt werden. Ist der Partner als Arbeitnehmer beschäftigt, besteht bei dessen Arbeitgeber ein Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss zum PKV-Beitrag des in Elternzeit befindlichen Angehörigen und der Kinder. Zu den Voraussetzungen siehe " Zahlt der Arbeitgeber auch einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung? ".
  • Der Elternteil, der sich in Elternzeit befindet, ist PKV-versichert, der Andere GKV-versichert.
    Eine Familienversicherung eines bislang privat Versicherten während der Schutzfristen und des Beurlaubungszeitraums ist nicht möglich. Es ist der volle PKV-Beitrag zu entrichten. Das Krankentagegeld sollte für die Elternzeit in Anwartschaft gestellt werden.
  • Der Elternteil, der sich in Elternzeit befindet, ist GKV-pflichtversichert, der Andere PKV-versichert.
    Wenn bereits vor der Mutterschutzfrist eine Pflichtmitgliedschaft in der GKV bestanden hat, wird diese auch während der Elternzeit aufrechterhalten. Die Mitgliedschaft wird beitragsfrei fortgeführt.
  • Der Elternteil, der sich in Elternzeit befindet, ist freiwillig in der GKV versichert, der Andere PKV-versichert.
    Der bislang freiwillig in der GKV Versicherte wird nicht beitragsfrei weiterversichert. Zur Beitragsberechnung setzt die GKV die Hälfte des Familieneinkommens und den ermäßigten Beitragssatz an. Ist der Partner als Arbeitnehmer beschäftigt, besteht bei dessen Arbeitgeber ein Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss zum GKV-Beitrag des in Elternzeit befindlichen Angehörigen und der Kinder. Zu den Voraussetzungen siehe " Zahlt der Arbeitgeber auch einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung? ".

 

 

 


 

Die Leistungen der GKV

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt der Gesetzgeber lediglich die Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der medizinischen Versorgung vor. Dieser, im allgemeinen Sprachgebrauch als Leistungskatalog bezeichnete Gesamtumfang der Leistungen, ist jedoch nicht als Katalog im Sinne einer Liste zu verstehen. Zur Konkretisierung der Rahmenvorgaben ist der 2004 mit der Gesundheitsreform eingesetzte Gemeinsame Bundesausschuss zuständig, der die Einzelheiten der Versorgung festgelegt. Diese gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen besteht aus Vertreten der Vertragsärzteschaft (Ärzte und Zahnärzte), der gesetzlichen Krankenkassen und Krankenhäuser sowie aus Patientenvertretern, die jedoch kein Stimmrecht haben. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in Richtlinien die Inhalte der Versorgung, die dann für die beteiligten Ärzte, Krankenkassen, Krankenhäuser und Versicherten verbindlich sind.

Die von den gesetzlichen Krankenkassen zu erbringenden Leistungen können dem Dritten Kapital des SGB V (Sozialgesetzbuch - Fünftes Buch) entnommen werden.

Neben den festgelegten Pflichtleistungen können die Gesetzlichen in gewissem Umfang Zusatzangebote und Sonderleistungen anbieten, wie beispielsweise die Übernahme der Kosten für alternative Heilmethoden und Naturheilverfahren. Legen Sie auf bestimmte Sonderleistungen besonderen Wert, fragen Sie in jedem Fall direkt bei Ihrer Krankenkasse nach, insbesondere auch dann, wenn Sie vorhaben die Kasse zu wechseln.

Mit der zum 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Gesundheitsreform wurde wieder versucht, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Anstatt einer wirklichen Strukturreform ist jedoch ein Kostendämpfungsgesetz entstanden, dass in erster Linie weitere Leistungskürzungen und Zuzahlungen der gesetzlich Versicherten bewirkt. Die Auswirkungen können Sie folgender Tabelle entnehmen.

Zuzahlungsregeln Grundsätzlich wird bei allen Leistungen eine Zuzahlung in Höhe von 10% der Kosten erhoben, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Liegen die Kosten unter 5 Euro, ist der tatsächliche Preis zu zahlen.
Belastungsgrenzen Für alle Zuzahlungen gilt eine Obergrenze (Belastungsgrenze), die bei 2% des jährlichen Familienbruttoeinkommens liegt (bei chronisch Kranken 1%). Die Belastungsgrenze verringert sich für Familien mit Kindern durch die Kinderfreibeträge (in 2008: pro Kind 3.648 Euro, bei Alleinerziehenden 4.473 Euro für das erste Kind) und einem Freibetrag für Familien mit nur einem berufstätigen Ehepartner (in 2008: 4.473 Euro für den Ehe- bzw. Lebenspartner; 2.982 Euro für andere im Haushalt lebende Angehörige). Haben Sie innerhalb eines Kalenderjahres die Belastungsgrenze erreicht, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Befreiungsantrag stellen, der Sie von weiteren Zuzahlungen im laufenden Jahr befreit. Bewahren Sie daher alle Zuzahlungsbelege auf. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sind generell von den Zuzahlungen befreit.
Bonusregelung Eine teilweise Befreiung von den Zuzahlungen oder auch eine Ermäßigung des Beitrags kann derjenige von seiner Krankenkasse bekommen, der aktiv Vorsorge betreibt und an qualitätssichernden Präventionsmaßnahmen teilnimmt. Dies gilt auch für jene, die an einem Hausarztsystem, einem Chronikerprogramm oder an einer integrierten Versorgung teilnehmen.
Arztbesuch Die Praxisgebühr beim Besuch eines Arztes oder Zahnarztes beträgt 10 Euro pro Quartal. Damit die Praxisgebühr beim Besuch eines weiteren Arztes nicht erneut fällig wird, ist eine Überweisung von dem Arzt notwendig, der die Praxisgebühr erhalten hat. Bei Kontrollbesuchen beim Zahnarzt (2mal jährlich), Vorsorge- oder Früherkennungsterminen, Schutzimpfungen oder Schwangerenvorsorge wird die Praxisgebühr nicht erhoben.
Arznei- und Verbandmittel Alle nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel werden grundsätzlich nicht mehr erstattet, hierzu zählen auch Mittel, die überwiegend der Verbesserung der privaten Lebensführung dienen (zum Beispiel potenzfördernde Mittel). Ausnahmen gelten für Kinder bis zum 12. Lebensjahr, Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen und bei der Behandlung chronischer Erkrankungen, allerdings nur dann, wenn die Arzneien zum Therapiestandard gehören. Ansonsten wird für jedes verordnete Arznei- bzw. Verbandmittel eine Zuzahlung in Höhe von 10% des Preises fällig, mindestens jedoch 5 Euro und maximal 10 Euro. Die Zuzahlung darf jedoch nicht über den Kosten für das Medikament liegen.
Heilmittel - Krankengymnastik, Massagen, Bewegungstherapie, Stimm- Sprech- und Sprachtherapien, ... Die Zuzahlung für Heilmittel beträgt 10% der Kosten einer Heilmittelbehandlung zuzüglich 10 Euro pro Verordnung. Die Zuzahlung ist bei häuslicher Pflege auf 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt.
Hilfsmittel - Hörhilfen, Körperersatzstücke, Rollstühle, Gehhilfen, ... Für Hilfsmittel beträgt die Zuzahlung 10% der Kosten, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Die Zuzahlung darf jedoch nicht über den Kosten für das Hilfsmittel liegen. Bei Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, ist eine Zuzahlung von 10% je Verbrauchseinheit zu leisten, die jedoch auf maximal 10 Euro für den Monatsbedarf begrenzt ist.
Krankenhausaufenthalt Bei einer stationären Behandlung fällt ein Eigenanteil von 10 Euro pro Tag, begrenzt auf 28 Tage im Kalenderjahr, an. Die Tage eines vorhergehenden Krankenhausaufenthalts werden bei einer Anschlussheilbehandlung angerechnet.
medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter Hier ist eine Zuzahlung von 10 Euro pro Tag zu leisten.
Soziotherapie Die Zuzahlung beträgt 10% pro Tag, jedoch höchstens 10 Euro und mindestens 5 Euro.
Fahrtkosten Grundsätzlich werden Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung nicht mehr von der Krankenkasse übernommen. In besonderen Fällen (bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe) kann die Krankenkasse eine Genehmigung erteilen und die Kosten übernehmen.
Sehhilfen / Brillen Grundsätzlich übernehmen die Kassen keinen Zuschuss mehr. Ausnahmen bestehen weiterhin für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und schwer sehbeeinträchtigte Menschen.
künstliche Befruchtung Bei 3 Versuchen (bislang 4) übernimmt die Kasse jeweils 50% der Kosten. Eine Altersbegrenzung besteht für Frauen zwischen 25 und 40 Jahren, für Männer bis 50 Jahre.
Sterilisation Für Sterilisationen, die der persönlichen Lebensplanung dienen, übernimmt die Kasse die Kosten nicht. Für medizinisch notwendige Sterilisationen leistet die Kasse jedoch weiterhin.
Sterbegeld, Entbindungsgeld Beide Leistungen wurden aus dem Leistungskatalog herausgenommen.

Neben den von allen Kassen gebotenen Leistungen handhaben die Gesetzlichen die Übernahme der Kosten für alternative Heilmethoden und Naturheilverfahren sowie über die gesetzlichen Leistungen hinausgehende Leistungen für Vorsorgemaßnahmen recht unterschiedlich. Fragen Sie in jedem Fall direkt bei Ihrer Krankenkasse nach, ob die Kosten beispielsweise für Akupunktur, Homöopathie, Ernährungsberatung oder Yoga übernommen werden.

 

 

 


 

 

Die Leistungen der PKV

Die privaten Krankenversicherer legen die Leistungen der angebotenen Tarife in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) fest. Grundgerüst der AVB bilden die von allen Privaten verwendeten Musterbedingungen.

Die Versicherer ergänzen den durch die Musterbedingungen skizzierten Basis-Versicherungsschutz durch ihre Tarifbedingungen und konkretisieren ihn damit gleichsam. Die Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung können Sie als PDF-Datei auf den Internet-Seiten des PKV-Verbandes unter "Recht / Musterbedingungen" abrufen.

Grundsätzlich gliedern sich die Leistungsbereiche in vier Gruppen und zwar in:

  • den ambulanten Bereich,
  • den stationären Bereich,
  • den zahnärztlichen Bereich
  • und das Krankentagegeld.

Diese vier Grundleistungsgruppen werden durch die private Pflegepflichtversicherung ergänzt, die die Kosten bei Pflegebedürftigkeit bis zu einem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag übernimmt.

Als zusätzliche Leistung kann ein Krankenhaustagegeld vereinbart werden, dass die Kosten einer Ersatzkraft während des Krankenhausaufenthaltes abdeckt.

In der Regel bieten die Versicherer für jeden einzelnen der genannten Bereiche unterschiedliche Tarife an, sodass durch Zusammenstellung der gewünschten Leistungen ein individuelles Versicherungspaket geschnürt werden kann.

Die private Krankenversicherung bestände dann aus je einem Tarif für den ambulanten, stationären und zahnärztlichen Bereich. Es existieren jedoch auch Kompakttarife, die alle Bereiche in einem Tarif zusammenfassen.

Da die verschiedenen Tarife höchst unterschiedlich gestaltet sein können, geben wir im Folgenden einen Überblick über die wichtigsten Leistungskriterien.

TippBevor Sie eine private Krankenversicherung abschließen, sollten Sie sicherstellen, dass die von Ihnen als wichtig eingestuften Kriterien auch im jeweiligen Tarif enthalten sind. Fragen Sie beim Versicherer nach oder nutzen Sie einen Versicherungsvergleich für die private Krankenversicherung, der nicht nur die Beiträge sondern auch die Leistungen bewertet.

 

 

 


 

Tarifübergreifende Leistungskriterien

Verzichtet der Versicherer auf Wartezeiten, wenn die PKV gewechselt wird?
In der Regel rechnen die Versicherer die Vorversicherungszeit bei einem anderen privaten Krankenversicherer an, und verzichten damit auf die ansonsten bestehende besondere Wartezeit von 8 Monaten für Zahnbehandlung, Zahnersatz, Kieferorthopädie, Psychotherapie und Entbindung beziehungsweise die allgemeine Wartezeit von 3 Monaten für alle sonstigen Leistungsarten. Dieser Verzicht, der voraussetzt, dass die Versicherung in direktem Anschluss an die bisherige PKV beginnt, ist wichtig, da ansonsten kein lückenloser Versicherungsschutz gegeben ist.

Bietet der Tarif neben dem gesetzlichen Zuschlag in Höhe von 10% auf den Tarifbeitrag weitere Maßnahmen zur Beitragsentlastung im Alter?
Einige Tarife bieten keine weiteren Maßnahmen, während in anderen zusätzlich ein Vorsorgetarif mit einer Beitragssenkung im Alter versichert werden kann.

Bietet der Tarif eine Beitragsrückerstattung?
Voraussetzung für eine Beitragsrückerstattung (BRE) ist die Leistungsfreiheit des Versicherers über mindestens 1 Kalenderjahr. Während einige Tarife grundsätzlich keine Beitragsrückerstattung vorsehen, ist in anderen die Höhe in Monatsbeiträgen von den leistungsfreien Jahren abhängig. In der Regel leisten die Versicherer Beitragsrückerstattungen nur für den Ambulant- und / oder Zahntarif, ansonsten werden die BRE recht unterschiedlich gehandhabt.

Bietet der Tarif eine Option auf Höherversicherung?
Hier sollten Se prüfen, ob der Versicherer den Wechsel in einen höheren Versicherungsschutz (1-Bett-Zimmer, höhere Erstattungssätze im Zahnbereich, ...) ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeit vorsieht. Dies ist beispielsweise für junge Selbstständige wichtig, die, nachdem die ersten finanziellen Hürden genommen sind, von einem "Einsteigertarif" in einen "Komforttarif" umsteigen wollen. Das Optionsrecht kann in der Regel nur bis zu einem bestimmten Alter bzw. nur einige Jahre nach Versicherungsbeginn ausgeübt werden.

Wie lang ist die Mindestvertragsdauer?
Die maximale Mindestvertragsdauer beträgt in der Krankheitskostenversicherung 3 Versicherungsjahre. Das Versicherungsjahr kann dabei mit dem Kalenderjahr identisch sein, oder wird ab dem Versicherungsbeginn laut Police gerechnet. Die Versicherer handhaben sowohl das Versicherungsjahr als auch die Mindestvertragsdauer unterschiedlich.

Gibt es einen Katalog alternativer Behandlungsmethoden, die vom Versicherer als erstattungsfähig angesehen werden?
Die Übernahme der Kosten für alternative Behandlungsmethoden wird von den Versicherern recht unterschiedlich gehandhabt. Der Großteil leistet nur dann für Alternativmedizin, wenn sich die Methoden und Arzneimittel in der Praxis als ebenso Erfolg versprechend bewährt haben wie die Schulmedizin. Die Kostenerstattung kann in diesen Fällen auf den Betrag gekürzt werden, der bei Anwendung vorhandener schulmedizinischer Methoden oder Arzneimittel angefallen wäre. Einige Versicherer erstatten alle im "Hufeland-Verzeichnis für Therapieeinrichtungen der biologischen Medizin" genannten Naturheilverfahren, meist erst nach vorheriger schriftlicher Zusage und eventuell auf einen Höchstbetrag begrenzt.

Besteht im außereuropäischen Ausland Versicherungsschutz?
Innerhalb Europas besteht entsprechend den Musterbedingungen zeitlich unbegrenzter Versicherungsschutz, weltweit ist der Schutz jedoch in der Regel auf den ersten Monat des vorübergehenden Auslandsaufenthaltes beschränkt. Planen Sie einen längerfristigen Auslandsaufenthalt, prüfen Sie, ob es dann einer besonderen Vereinbarung mit dem Versicherer bedarf und ob diese gegebenenfalls mit einer Prämienerhöhung verbunden ist.

Leistet der Versicherer auch über die Höchstsätze der Gebührenordnung hinaus?
Ärzte und Zahnärzte richten sich bei der Erstellung von Rechnungen für privatärztliche Behandlungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) beziehungsweise der für Zahnärzte (GOZ). Die in den Gebührenordnungen aufgeführten "Einfachsätze" kann der Arzt mit einem Faktor multiplizieren, der die Schwierigkeit der Leistung, den Zeitaufwand und die Umstände bei der Ausführung der Leistung zum Ausdruck bringt. Die Regelspanne liegt zwischen dem 1 und 2,3fachen des Einfachsatzes für persönlichärztliche Leistungen beziehungsweise dem 1 bis 1,8fachen bei medizinischtechnischen Leistungen. Die Höchstsätze liegen beim 3,5fachen beziehungsweise 2,5fachen des Einfachsatzes. Möchten Sie, dass Leistungen auch über die Höchstsätze der Gebührenordnung hinaus ersetzt, werden, müssen Sie die Bedingungen hinsichtlich des ambulanten, stationären und zahnärztlichen Tarifs daraufhin prüfen.

Hinweis Die Einschränkung, dass ärztliche Leistungen die jeweiligen Höchstsätze nicht überschreiten dürfen, hat in der Praxis wenig Bedeutung, denn nur eine sehr geringe Zahl der Abrechnungen liegt über dem Höchstsatz. In Fällen, in denen der Arzt den Höchstsatz überschreiten will, muss er mit seinem Patienten eine gesonderte Vereinbarung (Abdingung) treffen. Bevor die Zusage an den Arzt gegeben wird, sollte stets eine Abstimmung mit dem Versicherer erfolgen.

Einige Tarife sehen Erstattungen nur bis zum Regelhöchstsatz (2,3fache), andere bis zum Höchstsatz (3,5fache) und weitere über den Höchstsatz hinaus vor. Achten Sie auf das Kleingedruckte in den Tarifbestimmungen. Formulierungen wie "die Angemessenheit der Honorare wird geprüft", lassen späteren Ärger bei der Erstattung ahnen.

 

 

 


 

 

Leistungskriterien für den ambulanten Bereich

Selbstbehalt
Ähnlich der Kfz-Kaskoversicherung können Sie auch für ambulante Heilbehandlungen einen Selbstbehalt vereinbaren. Sie beteiligen sich damit pro Jahr (nicht etwa pro Behandlungsfall) und pro Person in der vereinbarten Höhe an den Kosten der ambulanten Behandlungen. Die Vereinbarung eines Selbstbehaltes lohnt zwar immer, wenn Sie keine Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen (müssen). Ansonsten kann ein Tarif bei Ausschöpfung des Selbstbehaltes jedoch teuer als der ohne SB sein. Wie Sie ermitteln können, ob die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung lohnt, können Sie folgenden Beispielen entnehmen. Die angegebenen Beiträge für ambulante Behandlungen sind den konkreten Angeboten zweier Versicherer entnommen. Die Spalte Gesamtbeitrag gibt den monatlichen Beitrag wieder den ein Selbstständiger zahlen müsste, die Spalte Arbeitnehmeranteil den Beitrag, den ein Arbeitnehmer zu zahlen hätte.

Versicherer 1 Gesamtbeitrag mtl. Arbeitnehmeranteil mtl.
Beitrag Tarif ohne SB 120,20 60,10
Beitrag Tarif mit 300 € SB 78,88 39,44
Beitragsersparnis 41,32 20,66
     
Beitrag Tarif mit 300 € SB 78,88 39,44
1/12 des jährlichen Selbstbehalts + 25,00 + 25,00
Effektivbeitrag 103,88 64,44
     
Beitrag Tarif ohne SB 120,20 60,10
Effektivbeitrag 103,88 64,44
Beitragsersparnis 16,32 - 4,34

An diesem Beispiel ist ersichtlich, dass die Vereinbarung eines Selbstbehaltes in diesem Tarif nur für einen Selbstständigen lohnend wäre. Er könnte bei voller Ausschöpfung des Selbstbehaltes monatlich 16,32 Euro beziehungsweise maximal 41,32 Euro sparen. Würde der Arbeitnehmer den Selbstbehalt voll ausschöpfen, wäre der Tarif mit Selbstbehalt 4,34 Euro teurer als der ohne Selbstbehalt.

TippDa Ihr Arbeitgeber jedoch bei Vereinbarung eines Tarifs mit Selbstbehalt auch Beiträge einspart, könnten Sie ihn bitten, sich anteilig an dem Selbstbehalt zu beteiligen.

 

Versicherer 2 Gesamtbeitrag mtl. Arbeitnehmeranteil mtl.
Beitrag Tarif ohne SB 163,88 81,94
Beitrag Tarif mit 305 € SB 101,67 50,88
Beitragsersparnis 62,21 31,06
     
Beitrag Tarif mit 305 € SB 101,67 50,88
1/12 des jährlichen Selbstbehalts + 25,42 + 25,42
Effektivbeitrag 127,09 76,30
     
Beitrag Tarif ohne SB 163,88 81,94
Effektivbeitrag 127,09 76,30
Beitragsersparnis 36,79 5,64

Beispiel 2 zeigt, dass der Tarif des zweiten Versicherers sowohl für einen Selbstständigen als auch für einen Arbeitnehmer eine Beitragsersparnis bringt.

Lohnt ein Tarif mit Selbstbehalt, sollte dieser auf ca. 300, maximal ca. 700 Euro, beschränkt werden. Für Kinder hingegen sollte kein oder nur ein geringer Selbstbehalt von beispielsweise 50 Euro vereinbart werden.

Welche Hilfsmittel sind erstattungsfähig?
Zu den Hilfsmitteln zählen unter anderem Arznei- und Heilmittel, des weiteren Hör- und Sprechgeräte, Krankenfahrstühle, Bandagen, orthopädische Schuhe und Einlagen. Prüfen Sie, welche Hilfsmittel nicht erstattet werden, welche Höchstbeträge und Selbstbeteiligungen bestehen.

Wie werden Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen) erstattet?
Meist werden Sehhilfen nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag pro Kalenderjahr bezahlt. Einige Versicherer übernehmen die Kosten nur ab einer bestimmten Dioptrienzahl, andere ersetzen sogar Gestelle bis zu einem festgelegten Betrag.

Werden Heilpraktiker-Leistungen erstattet?
Einige Versicherer leisten gar nicht, andere bis zur Höhe des Mindestsatzes des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker (GebüH) und weitere leisten ohne Einschränkungen.

Wird die ambulante Heilbehandlung in einem Kurort oder Heilbad gezahlt?
Ambulante Heilbehandlungen sind in den Musterbedingungen (MB/KK 94 § 5 (1)e) ausgeschlossen. Einige Versicherer verzichten jedoch auf diese Leistungseinschränkung.

Ist die ambulante Kurbehandlung mitversichert?
Einige Versicherer erstatten ambulante Kuren nicht, andere leisten beispielsweise alle 3 Jahre und weitere bieten separat abzuschließende Kurtarife an.

Wird psychotherapeutische Behandlung auch ohne vorherige Genehmigung erstattet?
Ambulante Psychotherapien sind in der Regel auf eine bestimmte Anzahl von Sitzungen pro Jahr begrenzt. Einige Versicherer schreiben eine vorherige Genehmigung fest oder nehmen Abzüge bei der Kostenerstattung vor.

Wird Psychtherapie auch im Delegationsverfahren erstattet?
Während einige Versicherer hier nicht leisten, erstatten andere alternativ zu einem Arzt auch die Kosten für in eigener Praxis tätige approbierte Psychotherapeuten. Eventuell ist vor Behandlungsbeginn eine schriftliche Zusage des Versicherers einzuholen; möglich ist auch eine Begrenzung bis zur Höhe einer vergleichbaren ärztlichen Verrichtung.

Werden Vorsorgeuntersuchungen auch über die gesetzlichen Programme hinaus bezahlt?
Prüfen Sie, ob ambulante Vorsorgeuntersuchungen auch ohne Alters- und Diagnosebeschränkung sowie ohne zeitliche Einschränkungen erstattungsfähig sind.

Werden Kürzungen bei direkter Inanspruchnahme eines Facharztes vorgenommen?
Einige Tarife erstatten nur einen Teil von beispielsweise 75%, falls der Erstbehandelnde kein Arzt für Allgemeinmedizin, praktischer Arzt, Kinder-, Augen- oder Frauenarzt beziehungsweise Notarzt oder Bereitschaftsarzt war.

 

 

 


 

Leistungskriterien für den stationären Bereich

Krankenhausklasse
Wählen können Sie zwischen dem Einbett-, Zweibett und Mehrbettzimmertarif. Der Einbettzimmertarif garantiert Ihnen, dass Sie durch keine Zimmergenossen gestört werden. Dieser Luxus ist natürlich mit einem entsprechend hohen Beitrag zu bezahlen.
Stört es Sie nicht mit anderen Kranken in einem Zimmer untergebracht zu werden, so können Sie die Regelleistung im Mehrbettzimmer versichern.
Die Unterbringung im Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung stellt den Mittelweg in Komfort und Beitrag dar.

Tipp Beachten Sie, dass es Versicherer gibt, die alle drei Tarife (Ein-, Zwei- und Mehrbett) bieten und Versicherer die nur zwei Tarife (Ein- oder Zweibett und Mehrbett) anbieten. Möchten Sie also unbedingt im Einbettzimmer untergebracht werden, achten Sie darauf, dass Sie auch tatsächlich einen reinen Einbettzimmertarif versichern.

Legen Sie besonderen Wert auf die Chefarztbehandlung, können Sie dennoch den Mehrbettzimmertarif nutzen, denn einige Versicherer bieten im stationären Bereich ein Tarifsplitting an, also die Regelleistung im Mehrbettzimmer und darüber hinaus die Chefarztbehandlung.

Ist bei Verzicht auf Wahlleistungen ein Ausgleich vorgesehen?
Einige Versicherer sehen bei Verzicht auf Wahlleistungen (z.B. Unterkunft im Mehrbettzimmer und/oder ohne Privatarzt) ein Ersatz-Krankenhaustagegeld (EKHT) in unterschiedlicher Höhe vor.

Ist der Rücktransport aus dem Ausland mitversichert?
Sind Sie des Öfteren im Ausland, sollten Sie die Versicherungsbedingungen auf dieses Kriterium prüfen. Denn einige Versicherer übernehmen die Rücktransportkosten in keinem Fall, während andere die Überführung voll oder zumindest teilweise übernehmen.

Werden Krankentransporte zum Krankenhaus erstattet?
Medizinisch notwendige Hin- und Rücktransporte werden normalerweise erstattet; einige Versicherer leisten jedoch nur für Transporte in das nächstgelegene Krankenhaus beziehungsweise schränken die Entfernung ein.

Ist eine stationäre Kurbehandlung (Rekonvaleszenz) mitversichert?
Einige Versicherer erstatten ambulante Kuren nicht, andere leisten beispielsweise alle 3 Jahre und weitere bieten separat abzuschließende Kurtarife an.

 

 

 


 

 

Leistungskriterien für den zahnärztlichen Bereich

Erstattungssätze für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie
Allgemein übliche Erstattungssätze liegen bei 100% für Zahnbehandlungen und 75 bis 80% für Zahnersatz und Kieferorthopädie.
In der Regel sollten auch Sie sich für einen hohen Erstattungssatz entscheiden. Insbesondere beim Ersatz mehrerer Zähne oder der Anfertigung einer Brücke kann ansonsten der Eigenanteil sehr hoch werden. Prüfen Sie die Angebote der Versicherer eingehend, denn fast alle Unternehmen, statten ihren Zahntarif mit Besonderheiten aus.

Werden Versicherungsleistungen in den ersten Jahren ohne Höchstbeträge erstattet?
In der Regel begrenzen die Versicherer die Leistungen für Zahnersatz, Kronen, Inlays, Onlays und Kieferorthopädie in den ersten Versicherungsjahren auf einen Höchstbetrag. Die Bedingungen sind so unterschiedlich, dass ein Vergleich der Leistungen fast unmöglich ist.

Hinweis Die meisten Versicherer leisten jedoch im Rahmen der Erstattungssätze voll, wenn die Erbringung der Leistung direkte Folge eines Unfalls ist.

Während eine Gesellschaft in den ersten beiden Jahren lediglich maximal 500 Euro erstattet, liegt der Höchstbetrag bei einem anderen Versicherer vielleicht bei 2.500 Euro. Ein weiterer staffelt die Höchstbeträge innerhalb der ersten 5 Jahre und steigert diese dabei beispielsweise von 1.000 auf 5.000 Euro. Prüfen Sie daher die Bedingungen der Gesellschaften unbedingt und fragen bereits beim Einholen eines Angebotes direkt nach.

Besteht bei Nichtvorlage eines Heil- und Kostenplanes der volle tarifliche Leistungsanspruch?
Die meisten Versicherer verlangen vor Behandlungsbeginn die Vorlage eines Heil- und Kostenplanes, wenn ein festgelegter Rechnungsbetrag überschritten wird. Ansonsten werden Kürzungen in unterschiedlicher Höhe vorgenommen.
Auch hier sind die Bedingungen recht unterschiedlich. Die Versicherer geben hier in der Regel Rechnungsbeträge vor, die nicht überschritten werden dürfen und kürzen dann die den Rechnungsbetrag übersteigenden Kosten um 50%.
Nur sehr wenige Gesellschaften schreiben die Vorlage eines Heil- und Kostenplanes nicht zwingend vor.

 

 

 


 

Leistungskriterien für das Krankentagegeld (KTG)

Sind Tagegelder versicherbar, die höher als das Nettoeinkommen sind?
Um die Höhe des Krankentagegeldes zu bestimmen, wird in der Regel das aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen zugrunde gelegt. Es ist jedoch sinnvoll auch die Kosten zu berücksichtigen, die der Arbeitgeber nach Fortfall der Lohn- oder Gehaltsfortzahlung nicht weiterzahlt. So beispielsweise den Arbeitgeberanteil an der PKV-Versicherung aber auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Bei Selbstständigen wird das im Durchschnitt der letzten 12 Monate erzielte Nettoeinkommen, definiert als Betriebseinnahmen abzüglich Betriebsausgaben und Steuern, zugrunde gelegt. Auch für Selbstständige ist es sinnvoll den vollen PKV-Beitrag mit einzubeziehen.

Ist eine dynamische Anpassung des KTG ohne erneute Wartezeit und Risikoprüfung möglich?
Die Anpassung des Krankentagegeldes bei Gehaltssteigerungen wird von den Versicherern unterschiedlich gehandhabt. Unzureichend ist sicherlich eine automatische Anpassung, die nur alle 2 oder 3 Jahre unter Zugrundelegung der allgemeinen Einkommensentwicklung oder analog der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt. Hier sollte bei einer Erhöhung des beruflichen Nettoeinkommens die Möglichkeit gegeben sein, das KTG innerhalb zweier Monate ohne erneute Risikoprüfung und Wartezeit anpassen zu können.

Leistet der Versicherer bei Rückfallerkrankungen und wiederholter Arbeitsunfähigkeit, ohne dass erneut Karenzzeiten zu durchlaufen sind?
Werden Sie aufgrund gleicher Krankheit oder Unfallfolgen erneut arbeitsunfähig, fassen die Versicherer diese Zeiten zusammen und rechnen sie auf die Karenzzeit an. Dies wird in den Tarifbedingungen etwa so formuliert: Zeiten wiederholter Arbeitsunfähigkeit wegen der gleichen Krankheit, die der Arbeitgeber bei Lohnfortzahlung berechtigterweise zusammenrechnet, werden bei Arbeitnehmern auch hinsichtlich der tariflichen Karenzzeiten zusammengefasst. Die meisten Versicherer setzen jedoch Fristen; die Formulierung lautet dann: Wenn innerhalb von 6 Monaten die Erkrankung erneut auftritt, werden die in den letzten 12 Monaten vor Beginn der erneuten Arbeitsunfähigkeit nachgewiesenen Arbeitsunfähigkeitszeiten wegen der gleichen Krankheit oder Unfallfolge auf die Karenzzeit angerechnet.

Leistet der Versicherer KTG auch bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfallfolgen durch Alkoholgenuss?
Dieses Leistungskriterium wird vom Großteil der Versicherer erfüllt, nur einige schließen hier die Leistungspflicht aus.

Wie leisten die Versicherer bei Berufsunfähigkeit?
Die Krankentagegeldversicherung endet bei Eintritt der Berufsunfähigkeit. Bei Arbeitsunfähigkeit in einem bereits eingetretenen Versicherungsfall jedoch spätestens 3 bis 6 Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Wichtig ist hier, dass der Versicherer die Möglichkeit gibt, bei vorübergehender Berufsunfähigkeit die KTG- Versicherung in eine Anwartschaftsversicherung umzuwandeln. Ansonsten wäre bei erneuter Berufstätigkeit eine neue Krankentagegeldversicherung nur zu alters- und risikobedingt höheren Prämien aufzunehmen. Während des Rentenbezugs während einer Berufsunfähigkeit sollte daher die Umwandlung der KTG- Versicherung in eine Anwartschaftsversicherung zu angepassten Prämien möglich sein, die dann bei Wegfall der Berufsunfähigkeitsrente wieder aufgenommen wird.

Wie leisten die Versicherer bei Arbeitslosigkeit?
Der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 27.2.2008 entschieden (Az. IV ZR 219/06), dass privat Krankenversicherten das Krankentagegeld nicht verweigert werden darf, wenn sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Prüfen Sie, ob Ihr Versicherer die Versicherungsbedingungen angepasst hat. Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) geht davon aus, dass das Urteil "in der Branche akzeptiert ist" und entsprechend umgesetzt wird.

 

 

 


 

Kündigungsregeln und Mindestvertragsdauer

Die Kündigung innerhalb der privaten Krankenversicherung ist mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Dabei definieren die PKV-Unternehmen das Versicherungsjahr unterschiedlich. Als Versicherungsjahr gilt entweder das Kalenderjahr oder 1 Jahr gerechnet ab Versicherungsbeginn. Wird das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr gleichgesetzt, endet bei unterjährigem Beginn das 1. Versicherungsjahr mit dem 31.12. des gleichen Jahres. Bei Vereinbarung einer Mindestvertragsdauer ist die Kündigung - außer bei Beitragserhöhungen - erst mit Ablauf dieser Dauer möglich. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht dann, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht oder die Leistung vermindert. In diesen Fällen kann innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung gekündigt werden.

Nachfolgend finden Sie die Regelungen im Einzelnen:

  Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung Krankentagegeldversicherung
PKV-Unternehmen Versicherungsjahr
K = Kalenderjahr
#V = urspr. Versicherungsbeginn
Mindestvertragsdauer in Versicherungsjahren Versicherungsjahr
K = Kalenderjahr
V = urspr. Versicherungsbeginn
Mindestvertragsdauer in Versicherungsjahren
         
Albingia K 3 K 1
Allianz K 3 K 1
Alte Oldenburger 1 V 3 V 1
APK K 3 K 1
ARAG (Bavaria) K 2 K 1
ASSTEL K 1 K 1
AXA K 3 K 1
Barmenia V 3 V 1
Bay. Beamten KK V 2 V 1
Bay. Beamtenvers. K 1 K 1
Berlin-Kölnische K 2 K 1
Central V 3 V 1
Concordia K 3 K 1
Continentale 2 V 1 (3) V 1
Cosmos V 1    
DBV -B (APK) K 3 K 1
DBV -N (Partner) V 1 V 1
Debeka V 1 V 1
Deutscher Ring 3 K 2 K 1
DEVK K 1 K 1
DKV K 2 V 1
Europa 4     V 1
Generali K 3 K 1
Globale K 3 K 1
Gothaer K 3 V 1
Hallesche V 1 V 1
Hanse-Merkur K 2 K 2
Hanse Regional K 2 K 3
HUK-Coburg 5 K - K -
Inter V 3 V 1
KarstadtQuelle V 1 V 1
Landeskrankenhilfe K 2 K 2
LVM K 3 K 1
Mannheimer K 1 K 1
Münchener Verein K 3 K 1
Nürnberger K 3 K 1
Partner V 1 V 1
PAX-Familienfürsorge K 2    
R + V K 3 K 1
Savag V 2 V 1
SDK 6 01.07. - 30.06. 3 01.07. - 30.06. 1
Signal (I) V 2 V 1
Signal (Nova) (II) V 1 V 1
Union K 3 K 1
Universa V 3 V 1
Victoria K 3 K 1
Württembergische K 3 K 1
Zürich K 1 K 1
         

1 Als Versicherungsjahr für das Krankentagegeld wird das für die Krankheitskostenversicherung maßgebende Versicherungsjahr zugrunde gelegt.
2 Im Antrag kann 1- oder 3-jährige Vertragsdauer gewählt werden.
3 Beginnt der Vertrag nicht am 01.01., endet das Versicherungsjahr am 31.12. des Folgejahres.
4 Die Europa gehört zum Verband der Continentale; sie bietet nur die Krankentagegeldversicherung an.
5 Hier gibt es keine Mindestvertragsdauer.
6 Hier gilt als Versicherungsjahr die Zeit vom 01.07. bis 30.06. Als Versicherungsjahr gilt die Zeit vom Versicherungsbeginn bis zum 30.06. Beginnt die Versicherung beispielsweise am 01.02.2008 endet das 1. Versicherungsjahr am 30.06.2008, das zweite Versicherungsjahr beginnt am 01.07.2008.

 

 

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