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Ambulante und stationäre Pflege

Die tatsächlichen Leistungen aus der Pflegeversicherung richten sich zum einen nach der Pflegestufe und zum anderen danach, ob ambulant oder stationär gepflegt werden muss.

In der sozialen Pflegeversicherung kann der Pflegebedürftige entscheiden, ob er Sach- oder Geldleistungen erhalten möchte. Er kann also Pflegekräfte einer Sozialstation, die Vertragspartner der Pflegekasse ist, in Anspruch nehmen oder aber Geldleistungen erhalten, mit der der Pflegebedürftige die erforderliche Pflege, beispielsweise durch Angehörige, selbst sicherstellen kann. Auch eine Kombination von Sach- und Geldleistungen ist möglich.

In der privaten Pflegeversicherung gibt es nur Geldleistungen, das heißt, die Sachleistungen werden in einer der Höhe nach gleichen Kostenerstattung ersetzt.

Die Leistungen bei häuslicher Pflege können Sie folgender Tabelle entnehmen:

Leistungen bei häuslicher Pflege in Pflegestufe I II III
monatliches Pflegegeld, falls der Pflegebedürftige durch Angehörige oder Bekannte betreut wird 205   410   665  

oder alternativ: monatliche Pflegesachleistungen, falls die Pflege durch zugelassene Pflegedienste durchgeführt wird, bis zu

- in besonderen Härtefällen bis zu

384  

--  

921  

--  

1.432  

1.918  

Ist eine Pflegeperson wegen Krankheit, Urlaub, etc. verhindert, wird für bis zu 4 Wochen im Jahr für die Urlaubs- und Verhinderungspflege gezahlt. Voraussetzung ist jedoch eine vorherige 12monatige Pflege.
a) bei erwerbsmäßiger Verhinderungspflege bis zu 1.432   1.432   1.432  
b) bei Pflege durch Familienangehörige und sonstige nicht erwerbsmäßig tätige Personen 205   410   665  
c) ggf. bei nachgewiesenen Aufwendungen der Pflegeperson bis zu 1.432   1.432   1.432  
Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf können ergänzende Leistungen erhalten, und zwar jährlich bis zu 460   460   460  
Tages- und Nachtpflege in einer teilstationären Vertragseinrichtung, falls die häuslichen Umstände dies erfordern, monatlich bis zu
(Unterkunft und Verpflegung muss der Versicherte selbst zahlen)
384   921   1.432  
Kurzzeitpflege für bis zu vier Wochen im Jahr in einer voll-stationären Einrichtung bis zu 1.432   1.432   1.432  
Als weitere Leistungen sind vorgesehen:
Pflegehilfsmittel (technische Hilfsmittel z.B. Rollstuhl, Pflegebett, etc.) werden wenn möglich leihweise zur Verfügung gestellt, ansonsten müssen 10% der Anschaffungskosten (maximal 25 Euro) selbst bezahlt werden.
Zum pflegebedingten Umbau der Wohnung können bis zu 2.257 Euro Zuschuss je Maßnahme gewährt werden, falls andere Finanzierungsmöglichkeiten ausscheiden. Ein angemessener Ei-genanteil ist zu leisten.
Für Angehörige und ehrenamtlich pflegende Personen werden die Kosten für Pflegeschulungen übernommen.
Für Pflegepersonen, die eine pflegebedürftige Person nicht erwerbsmäßig und mindestens 14 Stunden in der Woche ( 2 Stunden täglich) in seiner häuslichen Umgebung pflegen, übernimmt die Pflegeversicherung die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Voraussetzung ist, dass der Pflegende nicht oder nur bis zu 30 Stunden in der Woche erwerbstätig ist. Die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung richten sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und nach der Zeit, die der Pflegende für die Betreuung aufwenden muss. Zusätzlich genießt der Pflegende während der Pflegetätigkeit den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die Leistungen bei stationärer Pflege entnehmen Sie folgender Tabelle

Leistungen bei stationärer Pflege in Pflegestufe I II III
Aufwendungen für die Grundpflege, soziale Betreuung und medizinische Behandlungspflege
- für Schwerstpflegebedürftige

1.023  

1.688  

1.279  

1.688  

1.432  

1.688  

Wie bei der häuslichen Pflege auch, muss der Versicherte die Kosten für Unterkunft und Verpflegung selbst tragen.
Die genannten Leistungen werden dann nicht voll bewilligt, wenn eine der folgenden Regelungen greift:
a) Die Pflegekasse darf im Durchschnitt nicht mehr als 15.339 Euro je stationär Pflegebedürftigen im Jahr ausgeben. Härtefälle werden nicht berücksichtigt.
b) Der Versicherte muss mindestens 25% des Heimentgelts selbst tragen

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