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Welche Auswirkungen hat eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf Ihre Schadenfreiheitsklasse?

Eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes liegt in folgenden Fällen vor:

  • bei Beendigung des Versicherungsvertrags

     
  • wenn das Fahrzeug vorübergehend stillgelegt wird (Ruheversicherung)
    Haben Sie Ihr Fahrzeug bei der Zulassungsstelle vorübergehend abgemeldet, meldet diese die Abmeldung Ihrem Versicherer. Der Versicherungsvertrag läuft dann im Rahmen der sogenannten Ruheversicherung längstens 18 Monate beitragsfrei weiter. Das Fahrzeug darf dann natürlich nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden. Die Ruheversicherung gilt nicht für Wohnwagenanhänger. Der Versicherungsschutz umfasst neben der Kfz-Haftpflichtversicherung die Teilkaskoversicherung, wenn vor Abmeldung eine Voll- bzw. Teilkasko bestanden hat.

     
  • wenn das Fahrzeug veräußert, endgültig abgemeldet oder verschrottet wird

     
  • bei Saisonkennzeichen für die Zeit außerhalb der Saison
    Während der Stilllegungszeit besteht auch hier Versicherungsschutz im Rahmen der Ruheversicherung.

Für die Wiedereinstufung nach einer Unterbrechung ist die Dauer der Unterbrechung maßgebend.

  • bis zu 6 Monaten
    Eine Unterbrechung bis zu 6 Monaten hat keine Auswirkungen auf den Versicherungsvertrag. Der neue Vertrag wird hier in die SF-Klasse eingestuft, in die er ohne Unterbrechung eingestuft worden wäre.

     
  • bis zu 12 Monaten
    Dauert die Unterbrechung länger als 6 Monate, bewirkt dies einen Stillstand der Höherstufung, d. h. der Vertrag wird in die SF-Klasse eingestuft, die vor der Unterbrechung bestanden hat.

     
  • bis zu 7 Jahren
    In der Regel sehen die Versicherer hier lediglich einen Stillstand der Höherstufung vor, das heißt: Auch hier wird der Vertrag wieder in die SF-Klasse eingestuft, die vor der Unterbrechung bestanden hat. Dies gilt auch bei einem Versichererwechsel. Sieht Ihr bisheriger Versicherer Rückstufungen vor, sollten Sie an einen Wechsel des Versicherers denken. Eventuell müssen Sie den Nachweis führen, dass Sie während des gesamten Unterbrechungszeitraums eine gültige Fahrerlaubnis besessen haben.

     
  • über 7 Jahre
    Bei Unterbrechungen von mehr als 7 Jahren wird der Vertrag wie ein erstmalig abgeschlossener Vertrag behandelt. Jedoch sehen auch hier einige Versicherer lediglich einen Stillstand der Höherstufung vor, wenn Sie einen Nachweis über den Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis über den gesamten Zeitraum und/oder eine Originalbescheinigung Ihres Vorversicherers beibringen.

    Hinweis Beachten Sie, dass die Versicherer alle Vertragsunterlagen nach 7 Jahren vernichten müssen. Somit können Sie von Ihrem Versicherer nach dieser Zeit keinen Nachweis über eine Vorversicherung erhalten. Heben Sie daher Ihre Kfz-Policen auf, damit Sie auch noch nach 7 Jahren Ihre SF-Einstufung nachweisen können.

     

Hinweis Für Wehr- und Ersatzdienstleistende gilt eine Sonderregelung. Die Dauer der Dienstzeit wird nicht als Unterbrechung angesehen, der Vertrag wird behandelt, als hätte er ohne Unterbrechung bestanden.

 

 

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