Was tun bei Blitz und Donner

(lifepr) Düsseldorf, 21.09.2009 - Der Himmel wird schwarz, das erste Donnergrollen ist zu hören, Blitze zucken über den Himmel und kurz darauf prasselt ein Platzregen oder Hagelschauer nieder. Gewitter sind im Sommer keine Seltenheit - und kein Grund zur Sorge, wenn man sich richtig verhält. Die Experten der Victoria Versicherung fassen die wichtigsten Verhaltensregeln zusammen.

Täglich gehen 45.000 Gewitter mit geschätzten drei bis vier Millionen Blitzen auf unsere Erde nieder, Westeuropa ist mit 20 bis 60 Gewittertagen pro Jahr eine eher gemäßigte Region. Dennoch werden auch in Deutschland bei Gewittern regelmäßig Personen verletzt und es entstehen Sachschäden.

Gefährlich wird es nach Auskunft der Victoria Versicherung, wenn sich das Unwetter in unmittelbarer Nähe befindet. Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden, drohen Gefahren durch Blitzeinschläge in der nächsten Umgebung - Entladungen von circa 20.000 Ampere. Das entspricht der Stromstärke von 46.500 Glühbirnen. Ebenso riskant ist der so genannte Blitzstrom, der sich im Umkreis der Einschlagstelle kreisförmig im Erdreich ausbreitet.

Wer also im Freien vom Gewitter überrascht wird, sollte schnellstmöglich Schutz suchen. Da Wasser extrem leitfähig ist, empfiehlt es sich, Gewässer schon beim ersten Donnern zu verlassen. Befindet sich kein Gebäude in der Nähe, ist der sicherste Ort nach Auskunft der Victoria das Auto. Es leitet Strom ab wie ein "Faradayscher Käfig". Genau aus diesem Grund sollte der Metallrahmen des Fahrzeugs in dieser Situation nicht berührt werden. Auch andere metallische Gegenstände stellen während des Unwetters eine Gefahrenquelle dar. Fahrrad oder Motorrad sind ebenso zu meiden wie etwa der MP3-Player. Wer sich auf dem freien Feld befindet, sucht am besten in Mulden oder Talsenken Schutz. Nie sollte man sich unter einem Baum aufhalten, denn der Blitz sucht sich immer den höchsten Punkt. Herab fallende Äste können hier zusätzlich zu Verletzungen führen.

Die gefährliche Schrittspannung, die entstehen kann, wenn sich ein Fuß näher an der Einschlagstelle befindet als der andere, kann durch eine geduckte Körperhaltung vermieden werden: die Füße dicht zusammenstellen, mit gesenktem Kopf in die Hocke gehen und die Knie mit den Armen umfassen. Auf gar keinen Fall sollte man sich auf den Boden legen oder weglaufen.

Dank Benjamin Franklin, der 1752 den Blitzableiter erfand, ist man innerhalb von Gebäuden während eines Gewitters gut geschützt. Doch auch hier sind nach den Erfahrungen der Experten einige Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll. So sollten Antennen- und Gerätekabel, die an das Hausnetz angeschlossen sind, vorsichtshalber aus der Steckdose gezogen werden. Anderenfalls können Blitze bis in den Computer oder das Telefon geleitet werden. In diesem Fall drohen nicht nur Totalschäden am Gerät, sondern überdies gefährliche Stromunfälle für den Benutzer. Wer frühzeitig vorbeugen will, schließt elektronische Geräte nur an Steckdosenleisten mit einem Überspannungsschutz an.

Metallteile, die sich außen am Haus befinden, wie etwa Balkongeländer, Regenrinnen oder auch das schmiedeeiserne Gartentor, sind während des Gewitters zu meiden - gleiches gilt für metallische Leitungen. Baden, Duschen oder Abwaschen sollte man während des Unwetters nur, wenn man ganz sicher ist, dass die Wasserleitungen des Hauses richtig geerdet sind.

Wer diese Verhaltensregeln beherzigt, kann Blitz und Donner getrost vorüberziehen lassen.

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