Volvo erhält den Allianz Sicherheitspreis Genius 2009

Die Allianz hat zum fünften Mal ihren Sicherheitspreis Genius verliehen. Diesjähriger Preisträger ist der schwedische Automobil Produzent Volvo für die Entwicklung und Einführung des Sicherheitssystems "City Safety". Mit dem Preis würdigt die Allianz das Engagement der Automobilwirtschaft und setzt sich für die Verbreitung von Sicherheitssystemen ein.

Dr. Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, überreichte den Genius 2009 am 1. April anlässlich der AMI Leipzig an Herrn Thomas Viehweg, Geschäftsführer der Volvo Car Germany GmbH. Volvo erhielt die Auszeichnung für das Sicherheitssystem "City Safety". Das neue Fahrer-Assistenzsystem verhindert Auffahrunfälle bei niedrigen Geschwindigkeiten oder schwächt die Unfallfolgen deutlich ab. Erstmals wurde das System 2008 im Volvo XC60 serienmäßig verbaut. "Ein Viertel der Haftpflichtschäden sind Auffahrunfälle, der überwiegende Teil davon ereignet sich innerorts", so Dr. Gutberlet. "Dem diesjährigen Preisträger ist es gelungen, für diese Unfallsituation einen innovativen Schutz zu entwickeln und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen."

Wie funktioniert das „Volvo City Safety“ System?

City Safety erfasst mit einem optischen Laser in der Frontscheibe den vorausfahrenden Verkehr und still stehende Hindernisse in einem Abstand von bis zu 10 Metern. Es berechnet 50 Mal in der Sekunde die Stärke der Bremskraft, die notwendig wäre, um ein Auffahren zu verhindern. Registriert City Safety, dass ein vorausfahrendes Fahrzeug bremst, wird im Hydrauliksystem der Bremsdruck aufgebaut und der Fahrer gewarnt.
Droht ein Unfall, aktiviert das System die Bremskraftunterstützung und leitet eine Notbremsung ein. Liegt die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen beiden Fahrzeugen unter 15 km/h, kann das System eine Kollision vermeiden. Bei einer Differenz von 15 bis 30 km/h zielt City Safety auf die größtmögliche Verringerung des Tempos. "Die Stärke dieses Systems ist, dass es automatisch eingreift, wenn der Fahrer einen Unfall nicht mehr verhindern könnte", erläutert Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer der AZT Automotive GmbH.

Das Allianz Zentrum für Technik

Das Allianz Zentrum für Technik Automotive (AZT) erforscht seit 1971 Fahrzeugschäden und Möglichkeiten zur Unfallvermeidung. Seit zehn Jahren untersucht das AZT verstärkt die Wirksamkeit von Systemen, die zur Verbesserung der aktiven Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Der Allianz Sicherheitspreis Genius

Die Allianz Versicherungs-AG vergibt als einziger deutscher Versicherer einen Sicherheitspreis. Mit dieser Ehrung wird eine technische Entwicklung ausgezeichnet, die bereits umgesetzt ist und dazu beiträgt, den Straßenverkehr sicherer zu gestalten und die Schadenhäufigkeit und Unfallschwere nachweisbar und nachhaltig zu reduzieren. Mit dem Genius will die Allianz das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer stärken und die Fahrzeughersteller motivieren, ihre Produkte zu optimieren und ausgezeichnete Sicherheitssysteme in ihre Fahrzeuge einzubauen. Bisherige Preisträger waren die Robert Bosch GmbH (2005) für die Entwicklung und Einführung des Elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP), die DaimlerChrysler AG (2006) für den Bremsassistenten, die BERU AG (2007) für das Reifendruck-Kontrollsystem Tire Safety System (TSS) und Valeo (2008) für den Einpark-Assistenten "Park4U™".

Der Preis in Form einer Kugel stellt einen Menschen dar, der von fünf Meridianen umschlossen wird. Die Kreise symbolisieren eine Schutzzone um den menschlichen Körper. Durch die einem Fahrzeuginsassen nachempfundene Sitzhaltung wird der Bezug zum Auto hergestellt und das Bemühen um die Verbesserung des Schutzes von Mensch und Fahrzeug unterstrichen. Auch die Bezeichnung spiegelt diese Bedeutung wider: Der Name Genius steht nicht nur für einen ideenreichen Menschen, er bezeichnet auch einen römischen Schutzgeist, also einen "Beschützer der Menschen".