Verweisung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung beachten 


Viele Menschen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, müssen im Ernstfall feststellen, dass sie trotz jahrelanger Beitragszahlung und gutem Glauben an die Versicherung keine Leistungen erhalten. Der Grund hierfür ist häufig im Kleingedruckten zu finden, denn die Versicherungsklauseln regeln im Detail, wann und unter welchen Voraussetzungen eine Versicherung die monatliche Berufsunfähigkeitsrente auszahlt. 
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auf die sogenannte Verweisung zu achten, die in jedem Vertrag separat geregelt ist.

Finden sich keine näheren Angaben, haben die Versicherer das Recht, den Versicherungsnehmer in andere Berufe zu verweisen und ihn somit dazu aufzufordern, eine andere Tätigkeit aufzunehmen, die trotz der vorhandenen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen noch ausführbar ist. Beim Vorliegen einer solchen Klausel jedoch fällt es Versicherten schwer, Leistungen einzufordern, denn die vereinbarte Rente würde nur dann vollumfänglich bezahlt, wenn die Berufstätigkeit generell eingeschränkt wäre. Dies ist laut verschiedener Statistiken jedoch nur in sehr wenigen Fällen gegeben, sodass Versicherte bei derartigen Verträgen in aller Regel keine Leistungen beanspruchen können. 


Wie Experten immer wieder monieren, kann es aber auch beim vertraglichen Verzicht auf die abstrakte Verweisung immer wieder dazu kommen, dass Versicherer Leistungen nach einer bestimmten Auszahlungsfrist künftig verweigern. Dies wäre beispielsweise möglich, wenn Versicherte bereits eine andere Tätigkeit ausüben, da sich ihr Gesundheitszustand verbessert hat. Die Verweisung kann in diesen Fällen allerdings nur dann erfolgen, wenn dies in den Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten ist und wenn der Verdienst für diese Tätigkeit nicht mehr als 20 Prozent unter dem bisherigen Verdienst liegt. Sie wäre für den Versicherten unzumutbar und eine Verweisung könnte nicht erfolgen. 


Aus diesen Gründen gilt es, die Weigerung einer Versicherung immer im Einzelfall zu überprüfen und so zu bewerten, ob der Leistungsverzicht lediglich vorgeschoben oder aber auf vertraglichen Details beruht. Versicherungsexperten können in diesen Fällen weiterhelfen, da sie die einzelnen Vertragsklauseln genau kennen und überprüfen können.

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