Versicherungsschutz gegen Zeckenbisse

Beisswerkzeuge einer ZeckeIm Frühling erwachen die Zecken wieder aus ihrer Winterstarre. Jetzt, wo die Temperaturen über 7 Grad klettern, steigen die Blutsauger aus ihrer feuchten Laubdecke hoch und erklimmen Grashalme und Sträucher. Hier, meist in Knie- oder Hüfthöhe, warten sie auf ihre Opfer. Gefährlich werden sie als Überträger der Borreliose, einem Bakterium, das im Darm der Zecke lebt und an dem jährlich Zehntausende Menschen erkranken. Die Symptome einer Borreliose sind vielfältig, und daher ist die Erkrankung schwer zu diagnostizieren. Eines der charakteristischsten Kennzeichen im frühen Stadium ist die Wanderröte, eine ringförmige Hautrötung, die einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenbiss auftritt. Meist treten zunächst Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen auf, bis in einem späteren Stadium starke Schmerzen, Hirnhautentzündungen bis hin zu Herzproblemen auftreten. Um sich vor diesen Folgen zu schützen, sollten Sie daher Ihre private Unfallversicherung genauer unter die Lupe nehmen.

Eine gute Unfallversicherung gewährt Versicherungsschutz auch bei Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden, also bei Borreliose, Frühsommermeningitis (FSME) und Zeckenenzephalitis. Eingeschlossen sind meist weitere Infektionskrankheiten, wie beispielsweise Brucellose, Cholera, Dreitagefieber, Fleckfieber, Gelbfieber, Lepra, Malaria, Pest, Pocken, Afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit), Tularämie (Hasenpest), Typhus und Paratyphus.

Befragen Sie hierzu Ihren Versicherer und bitten eventuell um Umstellung des Vertrages auf die neuesten Bedingungen, den hier sind die Folgen durch Infektionen in der Regel bereits eingeschlossen. Eine Umstellung alter Verträge auf die aktuellen Bedingungen erfolgt nicht automatisch und muss verlangt werden. Wer plant, eine Unfallversicherung erstmals abzuschließen, sollte unbedingt auf den Einschluss achten, denn Infektionen können lebenslange Krankheitsfolgen verursachen, die mit enormen und kostspieligen Umstellungen der Lebensführung einhergehen. Dies ist insbesondere für Familien mit Kindern empfehlenswert.

Private Unfallversicherungen im Vergleich von Beitrag und Leistung

Wie schützt man sich vor Zeckenbissen und deren Folgen

Borreliose-ErregerJe schneller eine Zecke erkannt und entfernt wird, umso niedriger ist das Risiko an Borreliose zu erkranken. Denn man geht davon aus, das der Erreger, der sich im Mitteldarm der Zecke befindet, erst nach einer gewissen Zeit in die Blutbahn des Menschen gelangt. Eine Impfung gegen das Borreliose-Bakterium gibt es derzeit nicht, und eine Immunität kann man nicht erwerben, daher sind sogar Mehrfachinfektionen möglich. Da es sich bei der Borreliose um eine bakterielle Erkrankung handelt, ist sie prinzipiell gut antibiotisch zu behandeln. Im Frühstadium wird der Erreger mit Antibiotika bekämpft. Später auftretende und chronische Symptome müssen durch mehrwöchige Infusionsbehandlung kuriert werden.

Bei der FSME handelt es sich um einen Virus, der sich im Speichel der Zecke befindet. Daher gelangt der Erreger direkt in die Blutbahn des Menschen, dies kann auch durch das schnelle Entfernen einer Zecke nicht verhindert werden. In den FSME-Risikogebieten ist daher eine Schutzimpfung dringend angeraten, da diese nicht behandelt und zu schwersten Folgeschäden führen kann. Neben der Hirnhautentzündung treten Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen auf, ebenso kann es zu psychischen Veränderungen oder bestimmten Lähmungen am Körper kommen.

Private Unfallversicherungen im Vergleich