Versicherungsbetrug: Milliardenaufwand für die Versicherer

Für viele Versicherungsgesellschaften ist der Versicherungsbetrug ein wachsendes und milliardenschweres Problem. Europaweit sollen sich die Schäden nach einer Studie der Beratungsgesellschaft Accenture auf acht bis zwölf Milliarden Euro im Jahr summieren. Ein größeres Problem stellt der Versicherungsbetrug aber für die Versichertengemeinschaft dar, den die Verluste holen sich die Versicherer biespielsweise über höhere Prämien wieder rein. Betrogen wird vor allem in der Haftpflicht- und der Hausratversicherung.

Von den befragten Versicherern gaben fast 70 Prozent an, einen spürbaren Anstieg von Betrugsfällen festzustellen. Der GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) schätzt den Schaden für die deutschen Versicherer auf vier Milliarden Euro per annum. Doch lässt sich ein Anstieg von Betrugsfällen nur schwer belegen, denn, gelingt der Betrug, merken die Unternehmen nichts davon.

Dennoch geht die Versicherungsbranche davon aus, dass bei jedem zehnten gemeldete Schaden entweder ein Betrug vorliegt oder aber die Schadenssumme zu hoch angesetzt wurde. Insbesondere bei Schäden von Geräten der Unterhaltungselektronik schauen die Schadenabteilungen inzwischen genauer hin – und dies auch und gerade bei kleineren Schadenssummen.

Für die Versicherungsunternehmen ist die Schadenabwicklung der sensibelste Bereich, denn müssen sie ihre Service unter Beweis stellen. Die größste Herausforderung besteht darin, den Sachverhalt mit dem Kunden zu klären, dabei aber auch eventuelle Betrugsversuche zu entdecken und zu verhindern. Und dies, ohne den Versicherten unter Generalverdacht zu stellen.

 

... und wie lässt du hageln?VersicherungsbetrugAuch unser Wachhund wurde gestohlen ...

 

 Weiterführende Informationen zu den Grundlagen des Versicherungsvertrags finden Sie auf unseren Seiten.