(idw) UDE: IAQ-Studie zu Erwerbstätigkeit und sozialer Sicherung

Die Entwicklung der Alterserwerbstätigkeit in den letzten zehn Jahren und die soziale Sicherung im Alter haben die Wissenschaftler der Uni zusammen mit dem Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) für das Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung umfassend untersucht.

Die Ergebnisse belegen, dass die soziale Sicherung im Ruhestand stärker als bisher auf einer langen Erwerbsphase beruhen wird, gleichzeitig zeigt sich eine Polarisierung des Rentenübergangs: Auf der einen Seite gehen Personen mit hohen Arbeitseinkommen und hohen Rentenansprüchen vorzeitig in den Ruhestand, da sie die Rentenabschläge leicht verkraften können. Die Forscher sehen aber die Gefahr, dass ein anderer Teil der Älteren bereits vor dem Rentenalter aus dem Arbeitsleben ausscheiden muss - abgedrängt in Arbeitslosigkeit und mangels aussichtsreicher Alternativen auf dem Arbeitsmarkt "geflüchtet" in die Altersrente - mit merklichen Rentenabschlägen und einer Einkommensminderung, die zu Abstrichen beim Einkommens- und Lebensstandard führt.

Die Studie untersucht ein breites Spektrum von Einflussfaktoren auf den Altersübergang - vom institutionellen Rahmen über individuelle Entscheidungen im Haushaltszusammenhang, die Arbeitsbedingungen und Personalpolitik für Ältere im Betrieb sowie die Arbeitsmarktpolitik und -vermittlung gegenüber Älteren. Zum Abschluss werden einige Optionen für die Gestaltung des Altersübergangs vorgestellt, favorisiert wird ein "gleitender Übergang" ähnlich der auslaufenden Altersteilzeit, der zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt werden sollte.