Tipps zu den notwendigen Versicherungen bei Eis und Schnee

Der Winter hat Deutschland mit viel Schnee und Eis fest im Griff. Worauf nun zu achten ist, insbesondere in Bezug auf Unfallgefahren und Risiken durch winterliches Wetter, möchten wir im Folgenden darlegen. Auch auf die Rechte und Pflichten von Versicherten und welche Versicherung bei welchen  Schäden eintritt, wird eingegangen.

Der Eigentümer eines Grundstück hat dafür Sorge zu tragen, dass die angrenzenden Bürgersteige und Gehwege frei von Schnee und Eis gehalten werden. Die Kommunen legen dabei fest, wie und zu welchen Zeiten die Wege zu räumen sind. In der Regel müssen Gehwege von 7 bis 20 Uhr von Schnee und Eis frei gehalten werden. Damit soll das Unfallrisiko durch erhöhte Sturzgefahr vermieden werden. Bei vermieteten Wohngebäuden überträgt der Vermieter die Räumpflicht per Mietvertrag in der Regel auf die Mieter. Stürzt ein Fußgänger aufgrund eines nicht geräumten Gehwegs und kommt dabei zu Schaden, haftet der Eigentümer des Hauses bzw. der Mieter für die Folgen des Unfalls.

Um berechtigten Forderungen nach Schadenersatz  nachkommen zu können, sollte jeder Hauseigentümer und Mieter eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Für Hauseigentümer, die ihr Haus selbst bewohnen, ist die Privathaftpflicht ausreichend, jedoch nicht, wenn für den Vermieter von Immobilien. Eigentümer von vermieteten Häusern sollten zusätzlich eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung besitzen.

Zu achten ist auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme – empfehlenswert sind beispielsweise 50 Millionen für Sach- und Personenschäden. Stürzt ein Passant könnten zur Übernahme der Kosten für beschädigte bzw. verschmutzte Kleidung auch Zahlungen von Schmerzensgeld und sogar einer lebenslangen Rente kommen.

Nicht nur auf Bürgensteigen und Gehwegen gibt es Gefahren, auch im Haus kann es aufgrund kalter Temperaturen zu Schäden kommen. Ein klassisches Risiko ist der Wasserschaden aufgrund eines Wasserrohrbruch aufgrund von Frost. Hauseigentümer, Mieter und Vermieter können hier mit einer Wohngebäudeversicherung beziehungsweise einer Hausratversicherung vorbeugen. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt dabei Schäden an den kaputten Wasserrohren, während die Hausratversicherung Schäden am Hausrat durch austretendes Wasser ersetzt.

Hausbesitzer sollten zudem über den Abschluss einer Elementarschadenversicherung nachdenken, die zusätzlich die Gefahr von Schneedruck auf Hausdächern absichert. Einen entsprechenden Elementarzusatzschutz gibt es auch in der Hausratversicherung.

Auch als Autofahrer ist man von frühen Wintereinbruch betroffen. Hier gilt seit dem 4. Dezember die Winterreifenpflicht. Demnach müssen bei Schnee, Eis und Matsch alle Kraftfahrzeuge Winterreifen oder Allwetterreifen mit dem Matsch- und Schnee-Symbol haben. "Wer jetzt mit den falschen Reifen unterwegs ist, gefährdet sich selbst und andere", warnte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Wer keine Ordnungswidrigkeit begehen will, sollte alle Scheiben sorgfältig von Schnee und Eis befreien, ein Guckloch reicht hier nicht. Zudem sollte natürlich jeder Fahrer ein an die Wetterverhältnisse angepasster Fahrverhalten zeigen. Ansonsten kann es mit einigen Kfz-Versicherern Ärger geben, die bei grober Fahrlässigkeit nicht oder nur zum Teil (Quotelung) zahlen, abhängig von der Schuld des Fahrers. Achten Sie gerade in der Autoversicherung auf Versicherer und Tarife, die auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit und damit auf eine Quotelung verzichten.