Sturmschäden richtig anzeigen!

Sind auch Sie in den letzten Tagen durch die heftigen Stürme von einem Schaden am Haus betroffen. Dann sollten Sie diesen Schaden schnellstmöglich Ihrer Versicherung melden. Bei Sturmschäden zahlen die Versicherer übrigens ab Windstärke 8, dies entspricht einer Windgeschwindigkeit von 61 Stundenkilometern. Damit die Wohngebäude-, die Hausrat- oder die Kaskoversicherung rasch zahlen, sollten einige Regeln beachtet werden. Zunächst gilt es, den Schaden zu dokumentieren.

Sinnvoll ist es daher, die beschädigten Gegenstände zu fotografieren oder zu filmen. Zudem sollten diese aufbewahrt werden, zum einen, damit sie den Schaden nachweisen können und zum anderen, damit der Versicherer den Schaden überprüfen kann. Ist eine Aufbewahrung nicht möglich, sollten zumindest Fotos gemacht werden und Nachbarn als Zeugen hinzugezogen werden, die den Schaden später bestätigen können. Zweckmäßig wäre es, denn Schaden schriftlich festzuhalten und von den Nachbarn bestätigen zu lassen. Reichen Sie dann eine Liste der beschädigten Sachen beim Versicherer ein. Ergänzen Sie das Ganze durch Kaufbelege oder, wenn diese nicht mehr vorhanden sind, durch Angaben zum Anschaffungszeitpunkt und dem ungefähren Neupreis.

Welche Versicherung zahlt welchen Schaden?

Autoschäden durch Dachziegel: Für Dachziegel, die aufgrund von Sturm auf ein parkendes Auto fallen und dieses beschädigen, ist die Teilkaskoversicherung des Autohalters zuständig. Falls vereinbart,wird die Selbstbeteiligung von der Entschädigungssumme abgezogen. In der Teilkasko gibt es keine Schadenfreiheitsklassen, sodass hier keine Rückstufung stattfindet.

Schäden durch umgestürzte Bäume: Die Vollkaskoversicherung haftet für Schaden, die entstehen, wenn ein Auto auf einen umgestürzten Baum auffährt. Da die Vollkasko Schadenfreiheitsklassen vorsieht, findet auch eine Rückstufung statt, die eventuell durch einen vereinbarten Rabattschutz umgangen werden kann.
Stürzt ein morscher Baum auf Haus oder Auto, muss der Baumbesitzer beziehungsweise seine Haftpflichtversicherung für die entstandenen Schäden aufkommen. Knickt ein gesunder Baum durch den Sturm, fällt und verursacht Schäden, gilt dies als höhere Gewalt. In diesem Fall haftet der Eigentümer nicht für den Schaden.

Schäden durch Regen: Bei Schäden durch Dauerregen, bei denen Keller volllaufen, Wände und Inventar beschädigt werden, greift lediglich die Elementarschaden-Versicherung, die als Zusatz zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten werden. In dieser Zusatzversicherung sind weitere Schadenursachen – meist mit (hohen) Selbstbeteiligungen – abgesichert, wie

•    Überschwemmung
•    Rückstau
•    Starkregen
•    Erdbeben
•    Erdsenkung
•    Erdrutsch
•    Schneedruck und Lawinen

Die Zusätze werden entweder einzeln oder im Paket angeboten.

Schäden durch Blitzschlag: Wird das Haus direkt von einem Blitz getroffen, zahlt die Wohngebäudeversicherung,  auch für Schäden durch Überspannung. Handelt es sich um einen Schaden durch Überspannung, Überstrom oder Kurzschluss ohne das der Blitz direkt in das Gebäude eingeschlagen ist, ist dieser nur dann versichert, wenn in der Wohngebäude-, bzw. Hausratversicherung eine Überspannungsklausel vereinbart wurde.

Schäden durch Hagel: Bei Schäden am Gebäude durch Hagel, also beispielsweise am Dach, an den Fenster oder Markisen, tritt der Gebäudeversicherer ein. In der Kfz-Versicherung werden Hagelschäden durch die Teilkasko reguliert.

Versicherungsvergleiche: