Die vorläufigen Sozialversicherungswerte für 2014

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung haben unter anderem Einfluss auf die Beiträge zur Sozialversicherung. Sie werden jährlich neu ermittelt und festgesetzt. Aufgrund der Lohnentwicklung von deutlich über zwei Prozent im Jahr 2013 werden die meisten Sozialversicherungswerte zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung im Jahr 2014 wieder angehoben. Das Bundeskabinett hat folgende Änderungen der Beitragsbemessungsgrenzen der Kranken- und Rentenversicherung für 2014 beschlossen.

Zum einen steigen die Beitragsbemessungsgrenzen. Sie bestimmen das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens bleibt beitragsfrei.

Nach dem Beschluss des Kabinetts steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung in den alten Bundesländern von 5.800 im Jahr 2013 auf 5.950 Euro/Monat in 2014, in den neuen Bundesländern von 4.900 auf 5.000 Euro/Monat. In der knappschaftlichen Rentenversicherung liegen die Werte im Westen bei 7.300, im Osten bei 6.150 Euro/Monat. Das vorläufige Durchschnittsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung wird für das Jahr 2014 bundeseinheitlich auf 34.857 Euro/Jahr festgesetzt.

Versicherungspflichtgrenze angehoben

Die Versicherungspflichtgrenze bestimmt, wer sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern kann. Liegt das Einkommen über dieser Grenze, ist der Wechsel in die PKV möglich. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV ist zugleich die Jahresarbeitsentgeltgrenze und diese wiederum die Beitragsbemessungsgrundlage in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die bundeseinheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich 2014 um 1.350 Euro jährlich auf dann 53.550 Euro, 2013 lag die Versicherungspflichtgrenez bei 52.200 Euro. Für bereits Ende 2002 PKV-versicherte ArbeitnehmerInnen steigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 47.250 auf 48.600 Euro für das Jahr 2014. Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze, also 48.600 Euro/Jahr bzw. 4.050 Euro/Monat.

Bezugsgröße in der Sozialversicherung neu festgelegt

Die Bezugsgröße hat für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung. So regelt sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder sowie das Mindestarbeitsentgelt. In der gesetzlichen Rentenversicherung bestimmt sie, wie viel Beitrag Selbstständige oder Pflegepersonen zahlen müssen. Die Bezugsgröße wird 2014 um 70 Euro monatlich angehoben, sie beträgt demnach 2.765 Euro im Westen nach 2.695 Euro/Monat in 2013. Im Osten liegt sie 2014 bei 2.345 Euro nach 2.275 Euro/Monat in 2013.

Die Entwicklung der Sozialversicherungswerte über die letzten Jahre können Sie unseren Tabellen entnehmen, die aktuellen Werte fidnen Sie auf der Seite Sozialversicherungswerte 2013.