Silvesterfeuerwerk: Welche Schäden sind versichert?

Silvester - Raketen und BöllerAuch zum Abschluss diesen Jahres verabschieden Millionen Deutsche das alte und begrüßen das neue Jahr mit Raketen und Böllern. Dabei werden wohl auch in diesem Jahr wieder einige das Vergnügen mit der Notaufnahme eines Krankenhauses machen und es werden kleinere bis größere Sachschäden entstehen. Wer Silvester genießen will, der sollte nur Feuerwerkskörper verwenden, die von unabhängigen Prüfanstalten getestet worden sind. Weitere Tipps und Informationen, welche Schäden im Zusammenhang mit Silvesterfeuerwerken versichert sind, erläutert unser Artikel.

Klar ist, bevor es mit dem Feuerwerk los geht, sollten Feuerwerkskörper auf einwandfreien Zustand und Beschädigungen untersucht werden. Beschädigte Raketen gehören ebenso entsorgt wie Böller, die nicht gleich zünden! Der Aufdruck BAM der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sollte insbesondere von Eltern überprüft werden, der er gibt Aufschluss darüber, wer mit dem Feuerwerk hantieren darf:

  • Klasse I oder Kategorie F1: Hierzu zählen Knallbonbons und Wunderkerzen können bereits von Jugendliche ab zwölf Jahren allein genutzt werden
  • Klasse II oder Kategorie F2 und CE-Kennzeichen: So gekennzeichnete Feuerwerkskörper dürfen nur zu Silvester und dann ausschließlich von volljährigen Personen verwendet werden

Ganz wichtig bevor man Raketen und Böller abschießt – immer die Gebrauchsanweisung lesen und auf einen ausreichenden Abstand achten.

Was aber, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch etwas passiert? Generell gilt, für Schäden, die durch den Gerbrauch von Raketen und Böllern entstehen, haftet der Verursacher. In der Praxis lässt sich dieser jedoch nur selten ermitteln.

  • Schäden an Autos: Geschädigte, die über eine Teilkasko verfügen, können ihren Versicherer informieren und den Schaden regulieren lassen – übrigens auch dann , wenn der Verursacher feststeht. Ist der Schaden behoben, nimmt die Versicherung den Schädiger in Regress, heißt, holt sich das Geld von ihm zurück.
  • Schäden an Haus und Hausrat: Feuerwerkskörper, die durch offene Fenster oder Dachluken fliegen, können großen Schaden anrichten. Entwickelt sich ein Brand, ist dies ein Fall für die Wohngebäude- beziehungsweise Hausratversicherung. Allerdings lassen sich solche Schäden leicht vermeiden, indem der Haus- oder Wohnungsbesitzer während des Feuerwerks die Fenster geschlossen hält.
  • Personenschäden: Weitaus schlimmer wird es, wenn Menschen ernsthaft verletzt wird. Nicht selten landen verirrte Raketen im Gesicht und in den Augen einer Person. Ist der Verursacher nicht zu ermitteln, kann der Verletzte auch niemanden in die Pflicht nehmen, er würde auf seinen Schadenersatzansprüchen sitzen bleiben. Glücklich kann sich dann derjenige schätzen, der eine private Unfallversicherung hat. Diese zahlt unabhängig davon, ob man selber oder ein Dritter den Unfall verursacht hat.

Was aber, wenn man selbst der Verursacher ist und den angerichteten Schaden aus eigener Tasche zahlen muss? Die Kosten lassen sich in der Regel aus dem eigenen Ersparten nicht schultern. Hier hilft dann nur die private Haftpflichtversicherung, die solche Belastungen abfängt (auf genügend hohe Versicherungssumme achten!).

Übrigens sollte man immer auch an die potenziellen Opfer denken. Diese könnten leer ausgehen, wenn der Unfallverursacher keine eigene Haftpflicht hat und die Kosten des Schadens aus eigener nicht tragen kann.