Riester- und Betriebsrente: Was ist die bessere Altersvorsorge?

Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) ist eine genaue Analyse der eigenen Einkommens- und Familienverhältnisse notwendig, um sich für die richtige Form der Altersvorsorge zu entscheiden. Bei geringen Einkommen sei die Riester-Rente wegen der staatlichen Zuschüsse bei einem und mehr Kindern klar im Vorteil vor einer betrieblichen Altersvorsorge. Dennoch könnte sich, auch bei geringen Einkommen, durch den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge sowohl für Ledige als auch Verheiratete eine höhere Nettorente ergeben.

So gibt es bei der betrieblicher Altersvorsorge einen Zuschlag von 0,25 Prozent zur Pflegeversicherung für einen Single ohne Kinder, sodass diese auch bei niedrigen Einkommen und trotz Riester-Grundzulagen günstiger sei.

Bei den Analysen von 34 Musterfällen mit höherem Einkommen, stellte das DIA fest, dass für Sparer mit einem monatlichen Einkommen von 2.500 Euro die Riester-Rente, unabhängig von der Kinderzahl, im Vorteil sei. Analysiert wurden sämtliche Auswirkungen von staatlichen Zulagen, Steuereffekten und Sozialversicherungsbeiträgen.

Anders stellt sich die Situation dann wieder für Sparer mit einem monatlichen Einkommen ab 3.000 Euro dar. Hier läge dann wieder die betriebliche Vorsorge vorn. Dies ergäbe sich aus dem Effekt, dass die in der Ansparphase gesparten Steuern und Sozialbeiträge stärker zu Buche schlügen als die Zulagen zur Riester-Rente.

Als Tendenz ließe sich feststellen, so das DIA, dass die Vorteile einer betrieblicher Altersvorsorge mit steigendem Einkommen zunähmen. Dennoch sollte vor jeder Entscheidung, ob zur Altersvorsorge nun eine Riester-Vertrag oder eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen würde, immer eine individuelle Berechnungen vorgenommen werden.

Die beste Vorsorge für das Alter trifft aber der, der seine Altersvorsorge auf mehrere Beine stellt, also sowohl in die Riester-Rente einbezahlt als auch in eine betriebliche Altersvorsorge investiert. Nach den Zahlen des Bundesarbeitsministerium tut dies bereits jeder fünfte sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, 20 Prozent haben demnach sowohl eine Betriebs- als auch eine Riester-Rente abgeschlossen.

Weitere Informationen sowie einen Vergleich zur Riester-Rente sowie zur betrieblichen Altersvorsorge finden Sie auf unseren Seiten.