Police für hohe Pegelstände

Im Zuge des Klimawandels schlägt das Wetter immer häufiger Kapriolen - auch hierzulande. Bislang sind aber noch viel zu wenige Bürger gegen die Naturgefahren abgesichert. Bayerische Staatsregierung und Versicherer starten nun die gemeinsame Kampagne "Voraus denken - elementar versichern".

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und Umweltminister Markus Söder geben heute den Startschuss für die Kampagne "Voraus denken - elementar versichern" der Bayerischen Staatsregierung. Stellvertretend für die Versicherungswirtschaft stehen Friedrich Schubring-Giese, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern, und Karl-Walter Gutberlet, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG.

Hochwasser Isar (Bad Tölz) - Flickr: Daniel Hüneborg http://flickr.com/photos/hueneborg/

 

Zeil und Söder: "Bei Schäden durch Naturkatastrophen kann der Staat grundsätzlich nur mit finanziellen Hilfen einspringen, wenn der Einzelne keine Möglichkeit hatte, sich zu versichern." Deshalb sei es umso wichtiger, dass jeder eigenverantwortlich für den Schutz seines Hauses oder seiner Wohnung sorgt. "Die Kampagne informiert umfassend über die Risiken und appelliert an die Bürger, ihr Wohneigentum und ihren Hausrat gegen Schäden aus Naturgefahren abzusichern", so die Minister.

siehe auch: Land unter

Auch hierzulande Folgen des Klimawandels spürbar
Mit dem geeigneten Versicherungsschutz, aber auch durch gezielte bauliche Maßnahmen am Haus kann jeder effektiv vorsorgen. Zeil und Söder: "Wegen des Klimawandels müssen wir uns auch in Bayern auf eine Zunahme extremer Wettersituationen vorbereiten. Die Naturkatastrophen der letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass jeder betroffen sein kann. Anstelle einer teuren Werbekampagne wollen wir mit Hilfe vieler Partner die Bürger gezielt informieren."
Durch Starkregen, Stürme, Hochwasser- und Schneekatastrophen haben viele Hauseigentümer in den vergangenen Jahren große Schäden erlitten. Die meisten erwarten nicht, dass es auch fernab von Gewässern zu Überschwemmungen kommen kann. Dabei hat Starkregen in den vergangenen 75 Jahren um bis zu 40 Prozent zugenommen. Bisher haben sich aber nur wenige Hausbesitzer für eine Elementarschadenversicherung entschieden. 

Kundenaktion der Allianz pro Elementarversicherung
An der aktuellen Kampagne beteiligen sich neben dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und dem Umweltministerium zahlreiche Versicherungsunternehmen, die kommunalen Spitzenverbände Bayerns, die bayerischen Bankenverbände, der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft und der Verein "Haus und Grund Bayern".

Die Allianz wird demnächst eine groß angelegte Kundenaktion starten und unterstützt diese mit einer breiten Kampagne aus Anzeigen, Radiospots und einem Internetauftritt (www.unwetter.allianz.de). Wer 2009 für sein Gebäude eine Elementarversicherung abschließt, bekommt 25 Prozent Nachlass. In der Hausratversicherung kann während der Kampagne die Elementarversicherung bis zur nächsten Hauptfälligkeit beitragsfrei eingeschlossen werden.

Bayern investiert in den Hochwasserschutz
Die Versicherungskammer Bayern bietet eine neue Wohngebäudeversiche-rung mit KlimaKasko. Damit können nahezu alle Gebäude in Bayern mit genauester Zonierung gegen Elementargefahren versichert werden. Der Kunde erhält erstmalig bei Vertragsabschluss einen günstigeren Beitrag, wenn er in den letzten fünf Jahren keinen Vorschaden hatte. Kostenlos eingeschlossen ist das Unwetterwarnsystem WIND, das rechtzeitig per SMS, Email oder Fax vor Unwettern warnt.

Der Freistaat sieht im Schutz vor Naturkatastrophen eine wichtige Aufgabe. Allein in den Hochwasserschutz investiert die Bayerische Staatsregierung jährlich rund 150 Millionen Euro. Mit dem Klimaprogramm Bayern 2020 werden die laufenden Klimaschutzanstrengungen bis 2011 noch einmal um weitere 350 Millionen Euro verstärkt. Bei Krisen sorgen die Katastrophenschutzbehörden für eine effiziente Hilfe. Weitere Informationen zur Kampagne stehen im Internet unter www.elementar-versichern.bayern.de bereit.