Neue Moped-Kennzeichen ab März

Auch Miele hat einmal Mofas hergestelltEnde Februar verlieren die alten Moped-Kennzeichen ihre Gültigkeit und müssen zum 1. März erneuert werden. Die neuen Kennzeichen wechseln mal wieder ihre Farbe, für das kommende Versicherungsjahr werden grüne Moped-Schilder ausgegeben. Welche Fahrzeuge ein Versicherungskennzeichen führen müssen und weitere Tipps zur Versicherung von Mofa und Moped geben wir im Folgenden.

 

2,2, Millionen Fahrzeughalter benötigen zum 1. März wieder ein neues grünes Versicherungskennzeichen, wenn sie eines der folgenden Fahrzeugtypen ihr Eigen nennen:

  1. Miele MofaFahrräder mit Hilfsmotor: Leichtmofas bis 20 Km/h, Mofas bis 25 Km/h und Moped bis 60 Km/h

  2. Kleinkrafträder: Mokicks und Roller bis 60 km/h sowie dreirädrige Kleinkrafträder bis 45 km/h

  3. Leichtkraftfahrzeug: vierrädrige Leicht-Kfz, beispielsweise leichte Quads bis maximal 350 kg und maximal 45 km/h

  4. Krankenfahrstühle

  5. Elektro-Roller und Scooter über 6 km/h

  6. Segways

Bei den Beiträgen wird, wie auch beim Auto, das Alter des jüngsten Fahrers berücksichtigt. Fahrer ab 23 Jahren versichern ihr Fahrzeug ab 45 € pro Jahr, Fahrer unter 23 Jahren sind mit kanpp über 70 € dabei. Bei Abschluss einer Teilkaskoversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung, die unter anderem bei Diebstahl schützt, wird es etwas teurer. Neue Versicherungskennzeichen für Mofa und Moped gibt es günstig bei der HUK-Coburg.

Alle oben genannten Fahrzeuge brauchen ein Versicherungskennzeichen, denn damit muss der Fahrer nachweisen, dass eine entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung besteht. Bei den ersten 3 Fahrzeugtypen gibt es wohl keine Schwierigkeiten der Einordnung, auf die anderen 3 gehen wir näher ein.

Elektro-Roller und Elektro-Scooter

Kleinroller dieser Art, die auch als Goped bezeichnet werden, haben ein Trittbrett und/oder einen Sattel und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h. Sie werden entweder durch einen Kraftstoff- oder Elektromotor betrieben. Damit Elektroroller und Elektro-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden können, benötigen sie eine allgemeine (oder besondere) Betriebserlaubnis nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung  (FZV). Damit unterliegen sie dem Pflichtversicherungsgesetz als Kraftfahrzeuge und sind damit versicherungspflichtig. Weisen Elektroroller oder Scooter eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 6 km/h auf, ist ein Versicherungskennzeichen nicht nötig. Die Übernahme des Risikos kann eventuell in die Privat-Haftpflichtversicherung eingeschlossen werden. Hierzu sollten Sie Ihren Versicherer befragen.

Segway

Der Segway ist ein selbstbalancierender, strombetriebener einachsiger und zweirädriger Roller, der aus den USA auf Deutschlands Straßen herübergeschwappt ist. Der Fahrer steht zwischen den beiden Rädern, die jeweils von einem eigenen Elektromotor angetrieben werden, auf einer Plattform. Gesteuert wird der Segway durch eine Lenkstange, wobei ein das Fahrzeug computergesteuert im Gleichgewicht gehalten wird.

Segways weisen keinerlei Vorrichtungen zum Bremsen oder Beschleunigen auf. Die Steuerung erfolgt ausschließlich durch Gewichtsverlagerung des Fahrers. Sensoren überwachen den Fahrer und setzen jede Gewichtsverlagerung in einen Beschleunigungs- bzw. Bremsimpuls oder eine Richtungsänderung um. Damit sich der Segway vorwärts bewegt, muss sich der Fahrer nach vorne lehnen. Zum Bremsen lehnt er Fahrer sich nach hinten.

Der Segway Personal Transporter ist ca. 47 kg schwer, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Pro Akkuladung hat er eine Reichweite von etwa 38 km. Andere Bezeichnungen für den Segway sind Elektro-Stehroller oder Selbstbalance-Roller.

Die Versicherungspflicht für Segways ergibt sich aus der am 25. Juli 2009 eingeführten Mobilitätshilfenverordnung (MobHV). Aufgrund der Benzinklausel in der Privat-Haftpflichtversicherung besteht für ein Segway dort keine Deckung. Sie benötigen daher ein Versicherungskennzeichen und werden in der Regel als Leichtmofa versichert. Wer ein Segway im öffentlichen Verkehr nutzen will, braucht mindestens eine Mofa-Führerschein.

Krankenfahrstühle

Einen Krankenfahrstuhl benötigen körperlich gebrechliche oder behinderte Personen. Krankenfahrstühle sind maschinell angetriebene Rollstühle, die überall dort gefahren werden dürfen, wo auch Fußgängerverkehr zulässig ist. Also beispielsweise auf Gehwegen und Fußgängerzonen und werden typischerweise sowohl außerhalb als auch innerhalb der Wohnung gebraucht.

In der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) muss das Fahrzeug als maschinell angetriebener Krankenfahrstuhl ausgewiesen sein, der nicht zum Gebrauch durch jedermann, sondern speziell zum Gebrauch durch körperlich gebrechliche oder behinderte Personen bestimmt ist.

Krankenfahrstühle ab Baujahr 1999 müssen noch folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • es darf nur eine Sitzplatz vorhanden sein
  • das Leergewicht darf nicht höher als 300 kg sein
  • die Höchstgeschwindigkeit darf maximal 25 km/h erreichen und der Hubraum 50 ccm nicht überschreiten

Bei einem Baujahr vor dem 30. Juni 1999 darf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit maximal 30 km/h betragen und es dürfen höchstens zwei Sitze vorhanden sein.

Als Krankenfahrstuhl nicht anerkannt werden solche, die als Auto-Ersatz von Nichtbehinderten genutzt werden können. Einige anerkannte Sachverständige weisen normale Klein-Pkw als Krankenfahrstuhl oder Sonder-Kfz-Krankenfahrstuhl aus, ohne dass eine besondere bauliche Beschaffenheit vorliegt. Versicherungskennzeichen sind für solche Fahrzeuge nicht erlaubt, sie müssen als Pkw beziehungsweise als Sonder-Kfz eingestuft und auch so versichert werden.