Wie viel Geld habe ich im Alter?

Mehr als die Hälfte vom Staat bei der Riester-Rente

Die Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung ist die wichtigste Basis, um die eigene Rente einzuschätzen. Mit diesen Informationen können Versicherte ihre zusätzliche Altersvorsorge planen und die voraussichtlichen Einnahmen den vermuteten Ausgaben im Alter gegenüberstellen. Dann wird deutlich, wie viel Geld im Alter benötigt wird und wie hoch die Summe ist, die monatlich fehlt und mit Hilfe einer privaten Zusatzvorsorge angespart werden kann.

Die Rente wird für drei Szenarien berechnet - immer davon ausgehend, dass der Empfänger bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze, also grundsätzlich mit 67 Jahren, so viel verdient wie in den letzten fünf Beitragsjahren. Der erste Betrag beruht auf der Annahme, dass die Renten nicht steigen. Die beiden weiteren Szenarien gehen von einer jährlichen Rentenanpassung von ein und zwei Prozent aus. Wer früher in Rente geht, muss noch entsprechende Abzüge einplanen. 

Prognostiziert wird die Bruttorente, von der neben Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung auch Steuern gezahlt werden müssen. Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt jährlich, bis im Jahr 2040 die Rente in voller Höhe besteuert wird. Zudem ist die ermittelte Rente aufgrund der zu erwartenden Inflation in ihrer Kaufkraft nicht mit einem heutigen Einkommen in dieser Höhe vergleichbar. Daher gibt die Renteninformation auch an, wie viel 100 Euro im Rentenalter - bei einer angenommenen Inflation von eineinhalb Prozent pro Jahr - noch wert sein werden. 

Das Schreiben bekommt jeder gesetzlich Versicherte, der mindestens 27 Jahre alt ist und seit fünf Jahren Beiträge leistet. Wer keine Renteninformation erhalten hat, kann sie auch in den Auskunfts- und Beratungsstellen und den Internetseiten der Rentenversicherung anfordern.

Diese Meldung ist Teil der Reihe Vorsorgetipps