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Pegelhöchststand: In den Jahren 1999, 2005 und 2006 wurde Bayern von besonders verheerenden Hochwassern heimgesucht, es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Eine Übersicht der Allianz AG.

Hochwasser Isar (Bad Tölz) Flickr: Daniel Hüneborg http://flickr.com/photos/hueneborg/

Pfingsthochwasser 1999

Von einem "Jahrhunderthochwasser" sprachen die Medien, als im Mai 1999 in Bayern, Vorarlberg und Tirol eine fatale Mischung aus großen Niederschlagsmengen und der saisonalen Schneeschmelze zahlreiche Gewässer über die Ufer treten ließ. Besonders betroffen waren damals die Gegenden um den Ammersee und entlang der Flüsse Isar, Amper, Ammer, Wertach, Lech, Iller, Vils, Inn und Donau.

Der Allianz wurden 973 Schäden mit einem Gesamtschadenaufwand in Höhe von 13,1 Millionen Euro gemeldet.

Alpenhochwasser 2005

Beim Alpenhochwasser in Bayern in der zweiten August-Hälfte 2005 wurden vielerorts sogar die beim verheerenden Pfingsthochwasser erreichten Pegel überschritten. Die Flüsse Iller und Isar traten über die Ufer, besonders in Neu-Ulm und im Landkreis Oberallgäu kam es zu Überschwemmungen. Aber auch Teile des Zugspitzorts Garmisch-Partenkirchen, in dessen Mitte mit Loisach, Partnach und Kankerbach drei Flüsse zusammenfließen, standen unter Wasser, in München vemeldete das "Deutsche Museum" Wassereinbrüche.

Der Allianz wurden 886 Schäden mit einem Gesamtschadenaufwand in Höhe von 6,6 Millionen Euro gemeldet.

Frühjahrshochwasser 2006

Das Jahr, in dem die Elbe so massiv wie selten zuvor über ihre Ufer trat und weite Landstriche von Tschechien über Sachsen bis nach Schleswig-Holstein überflutete, brachte auch Bayern heftige Hochwasser-Ereignisse. Besonders im Februar (betroffen waren vor allem Augsburg und Aichach) und März (Donaugebiet, Eichstätt) kam es zu schweren Überschwemmungen.

Der Allianz wurden im Februar 1.219 und im März 1.665 Schäden gemeldet. Zusammen ergab sich eine Schadensumme von fast 10 Millionen Euro.

Fotos: Flickr, Daniel H., CC BY 2.0 (Größenänderungen vorgenommen)