GKV-Beitragserhöhungen: Das war wohl nichts mit Mehr Netto vom Brutto

Angesichts der schwierigen Finanzlage im Gesundheitswesen hat sich die Koalition grundsätzlich auf eine Erhöhung der Beitragssätze und weitere Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung geeinigt. Erörtert werden zur Zeit noch die Einzelheiten, prinzipiell steht aber bereits fest, dass es zu einer Beitragserhöhung kommen wird. Sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite soll der Beitragssatz um jeweils 0,3 % erhöht werden, der Gesamtbeitragssatz zur GKV stiege damit von heute 14,9 % auf 15,5 %.

Zudem soll die Deckelung der Zusatzbeiträge aufgehoben werden. Beibehalten werden soll ein der maximal mögliche Zusatzbeitrag von 1 % bei Einkommen bis zu 1.400 EUR. Neu ist der schrittweise Anstieg bis zur Beitragsbemessungsgrenze (zur Zeit 3.750 EUR) auf bis zu 2,5 %. Der Zusatzbeitrag könnte damit auf bis zu 93,57 EUR im Monat steigen, gegenwärtig liegt der maximal mögliche Zusatzbeitrag bei 37,50 EUR. Es soll ein Sozialausgleich für den Fall vorgenommen werden, wenn der Zusatzbeitrag 2 % des Einkommens übersteigt. Bei dem Pauschalbeitrag von 8 Euro, denn viele Krankenkassen heute bereits erheben, ist eine Einkommensprüfung seitens der Kassen nicht notwendig. Im Gespräch ist auch , diesen Beitrag auf 12 oder 16 EUR zu erhöhen.