GEK-Kunden nach Fusion von Barmer und GEK im Nachteil

14.01.2010 - Zum 1. Januar schlossen sich die gesetzlichen Krankenkassen Barmer und GEK zum neuen Kassenriesen Barmer GEK mit insgesamt rund 8,5 Mio. Versicherten zusammen. Das bringt für die Versicherten Änderungen mit sich, für die ehemaligen Versicherten der GEK allerdings vor allem Nachteile. Und das, obwohl die GEK im Vorfeld versicherte, dass das Service- und Leistungsniveau der Kasse auch nach der Fusion garantiert bleibe. Die bereits zuvor in der Barmer Versicherten profitieren dagegen eher von dem Zusammenschluss. Zu diesem Ergebnis kommt das Onlineportal test.de der Stiftung Warentest, nachdem es die alte und die neue Satzung der Versicherungen verglichen hat.

Durch die Fusion gibt es für ehemalige GEK-Mitglieder Nachteile bei einigen zuvor bezahlten Mehrleistungen, zum Beispiel bei der häuslichen Krankenpflege. Wurde vorher für 128 Tage bezahlt, wenn dadurch eine Krankenhausbehandlung vermieden oder verkürzt wurde, sind es seit der Fusion nur noch maximal 28 Tage. Auch bei der erweiterten Leistung beim Hautkrebsscreening gibt es Kürzungen. Dies bot die GEK ihren Mitgliedern (außer in Hessen) auch unter 35-Jährigen jährlich an. Nun ist dies auf eine Untersuchung alle zwei Jahre reduziert worden. Die Versicherten der Barmer kannten zuvor diese Zusatzleistung nicht. Schutzimpfungen für Auslandsreisen, wie etwa gegen Cholera, Gelbfieber, Hepatitis oder Typhus, werden ebenfalls nicht mehr übernommen. Auch die hausarztzentrierte Versorgung, bei der sich Versicherte für mindestens ein Jahr an einen Hausarzt binden und Fachärzte nicht ohne Überweisung aufsuchen, dafür aber eine Prämie bekommen oder weniger Praxisgebühr bezahlen, ist nach der Fusion zunächst nicht mehr vorgesehen.

 

Vergleich gesetzlicher Krankenkassen nach den gebotenen Leistungen

Der ausführliche Artikel findet sich unter www.test.de/kassenfusion.