Exporteure bekommen von Versicherern kaum noch Warenkreditversicherungen

Selbst für EU-Länder und die USA gibt es praktisch keine Kreditversicherung mehr
Hamburg (ots) - Für Exporteure ist es kaum noch möglich, ihre Ausfallrisiken für Warenlieferungen ins Ausland zu versichern. Wie das Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe 8/2009, EVT 30. Juli) berichtet, gibt es selbst bei Lieferungen in EU-Länder und die USA praktisch keine Kreditversicherung mehr. Die privaten Kreditversicherer halten sich laut 'impulse' allerdings mit Aussagen dazu bedeckt. Bislang hat keiner von ihnen offiziell bestätigt, dass er für ein bestimmtes Land keinen Versicherungsschutz mehr gewährt.

Allerdings haben jeweils vier etablierte Exporteure der EU-Kommission ersatzweise bestätigt, dass sie für die insgesamt 18 EU-Länder und Kern-OECD-Staaten - darunter Großbritannien, Frankreich, Österreich, Spanien und die USA - keine private Absicherung erhalten. Dafür soll im Rahmen einer Ausnahmeregelung der EU bis Ende 2010 die Möglichkeit bestehen, dass sich Unternehmen das Risiko ihrer Auslandsgeschäfte vom Staat wie etwa über Hermes absichern lassen, was bislang nicht möglich ist.

Mit der Prüfung der Anträge war Brüssel allerdings auch Mitte Juli noch nicht fertig. "Die Angebotsverknappung bei Warenkreditversicherern gefährdet die Finanzierung ganzer Lieferketten", warnt Alexandra Böhne, Referatsleiterin Unternehmensfinanzierung beim DIHK gegenüber 'impulse'. Die Kreditversicherer hingegen rechtfertigen ihr restriktives Geschäftsgebaren mit dem weltweit stark gestiegenen Insolvenzrisiko.