VHV Gruppe gewinnt 2008 erneut Marktanteile


Hannover (ots) -

  • Profitabler Zuwachs der Vertragsanzahl um über 7 Prozent auf 7,6 Millionen Stück
  • Kfz bei Verträgen und Beiträgen marktüberdurchschnittlich gewachsen
  • Hannoversche Leben steigert deutlich das Neugeschäft und wächst im Bestand
  • Jahresergebnis mit 22,2 Millionen Euro trotz Finanzmarktkrise nur knapp unter Vorjahr
  • S&P: weiterhin "A" mit stabilem Ausblick
  • Versicherungsgruppe baut Arbeitsplätze an


Die VHV Gruppe, Hannover, konnte mit ihren Gesellschaften 2008 in einem schwierigen Marktumfeld ihren stabilen Wachstumskurs fortsetzen. Sie hat in allen wesentlichen Geschäftsfeldern Marktanteile gewonnen bzw. gehalten. Insgesamt steigerte die Gruppe die Anzahl der Versicherungsverträge um 7,3 Prozent auf 7,6 Millionen Stück (Vj.: 7,1 Mio. Stück). Die Beitragseinnahmen konnten - trotz in der Schaden - und Unfallversicherung sinkender Durchschnittsbeiträge - um insgesamt 3,4 Prozent auf 2,106 Milliarden Euro (Vj.: 2,037 Mrd. Euro) erhöht werden.

Damit konnte die VHV Gruppe auch bei dieser Kennzahl stärker als der Markt (+1,0 Prozent) wachsen. Nach Steuern und substanzstärkenden Maßnahmen beträgt das Konzernjahresergebnis 22,2 Millionen Euro und liegt damit nur knapp unter dem Vorjahresergebnis von 23,0 Millionen Euro. Die haftenden Konzerneigenmittel einschließlich des Eigenkapitals lagen laut Jahresabschluss bei 1,3 Milliarden Euro (Vj.: 1,2 Mrd. Euro) und haben sich damit seit 2002 mehr als verdoppelt. Das Rating aller Kerngesellschaften wurde von Standard and Poor´s weiterhin eingestuft als "A" mit stabilem Ausblick. 

Vorstandsvorsitzender Uwe H. Reuter: "Die VHV Gruppe konnte auch 2008 in einem sehr schwierigen Umfeld entgegen dem Branchentrend an ihre Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen". "Es zahlt sich jetzt aus", so Reuter, "dass wir über Jahre die Vorteile unserer Rechtsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit konsequent genutzt haben, um uns auf schwierige Zeiten vorzubereiten: statt unsere Maßnahmen an kurzfristigen Aktionärsinteressen orientieren zu müssen, konnten wir uns langfristig und nachhaltig auf die Interessen unserer Kunden und Vertriebspartner konzentrieren - durch kontinuierliche schrittweise Verbesserung von Produkten, Servicequalität und Kosten. Davon haben auch unsere Mitarbeiter mit seit langem stabilen Arbeitsverhältnissen profitiert, deren Anzahl wir zurzeit sogar ausbauen können."

Einzelergebnisse der Kerngesellschaften

VHV Allgemeine Versicherung AG: 


Mit ihren Sparten Kraftfahrt-, Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie der Kautionsversicherung konnte die VHV Allgemeine die Anzahl der Versicherungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 6,4 Millionen Stück (Vj.: 6,0 Mio. Stück) steigern. Die verdienten Bruttobeiträge wuchsen um 2,4 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro (Vj.: 1,15 Mrd. Euro) und liegen damit deutlich über dem Marktwachstum von 0,2 Prozent. Allein das Kfz-Geschäft erzielte einen Anstieg der Verträge um 6,1 Prozent auf 3,9 Millionen Stück (Vj.: 3,7 Mio. Stück). Bei insgesamt sinkenden Durchschnittsbeiträgen wurden hier Beitragseinnahmen in Höhe von 841,5 Millionen Euro (Vj.: 826,3 Mio. Euro) erzielt und der Marktanteil von 3,98 Prozent auf 4,15 Prozent erhöht. 

Die Schadenquote nach Abwicklung bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge verbesserte sich von 80,5 Prozent in 2007 auf 80,0 Prozent in 2008. Die Combined Ratio hat sich im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft von 100,4 Prozent in 2007 auf 100,2 Prozent für 2008 leicht vermindert. 

2009 will die VHV ihr Profil als Bauspezialversicherer weiter schärfen und verstärkt im SHU-Bereich (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen) wachsen. 

Hannoversche Lebensversicherung AG: 


Die Hannoversche Leben entwickelte sich ebenfalls sehr positiv: Sie verzeichnete Wachstum mit Marktanteilsgewinnen sowohl im Neugeschäft als auch im Bestand und hielt die Überschussbeteiligung für ihre Kunden trotz der Finanzmarktkrise konstant bei 4,25 Prozent. Grundlage für den Erfolg des Direktversicherers waren die 2008 rechtzeitig begonnene Reduzierung der Aktienquoten in der Kapitalanlage, eine klare Fokussierung bei den Produkten auf die Risikoleben- und die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie eine deutliche Nachfrage nach Sparprodukten gegen Einmalbeitrag. 

Die Beiträge im Neugeschäft stiegen von 165,6 Millionen Euro auf 184,3 Millionen Euro. Allein bei den Einmalbeiträgen konnte eine Steigerung um 9,6 Prozent auf 132,5 Millionen Euro (Vj.: 120,9 Mio. Euro) erreicht werden. Insbesondere Risikoversicherungen wurden 2008 erfolgreich verkauft. Fast jede zehnte Risikolebensversicherung, die in Deutschland abgeschlossen wird, geht in das Portfolio des hannoverschen Direktversicherers, 2008 insgesamt rund 53.000 Stück. Die Zahl der Versicherungsverträge im Neugeschäft stieg um über 9 Prozent auf knapp 63.000 Verträge. Der Markt verzeichnet hier einen Rückgang um 12,2 Prozent. 

Im Bestand konnte die Anzahl der Versicherungsverträge um 1,7 Prozent auf 823.500 (Vj.: 809.400 Stück) ebenfalls - entgegen eines Rückgangs von 1,2 Prozent im Gesamtmarkt - gesteigert werden. Der verdiente Bruttobeitrag erhöhte sich auf 823,4 Millionen Euro (Vj.: 801,1 Mio. Euro). 

Trotz der weltweiten Kapitalmarkt-Turbulenzen weist die Hannoversche Leben eine Nettoverzinsung von 3,6 Prozent (Vj.: 4,6 Prozent) bei einem Kapitalanlageergebnis von 360,2 Millionen Euro (Vj.: 464,3 Mio. Euro) aus. Trotz der Belastungen durch die Finanzmarktkrise auf das Kapitalanlageergebnis konnten der Rückstellung für Beitragsrückgewähr (RfB) 159,5 Millionen Euro (Vj.: 232,2 Mio. Euro) zugeführt werden. Mit einem Gesamtvolumen von 822,5 Millionen Euro (Vj.: 849,0 Mio. Euro) ist diese Position nach wie vor sehr solide ausgestattet. 

Die Zufriedenheit der Kunden bestätigt weiterhin die geringe Stornoquote der Hannoverschen Leben. Diese hielt sich mit 2 Prozent für 2008 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (1,9 Prozent). Die Verwaltungskostenquote von 1,3 Prozent liegt zum wiederholten Mal an der Spitze des Marktes, der eine durchschnittliche Verwaltungskostenquote von rund 3 Prozent aufweist. 

Die Abschlusskostenquote konnte 2008 von 3,5 Prozent auf 3,4 Prozent der Beitragssumme des Neugeschäfts abgesenkt werden und liegt damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt von rund fünf Prozent. 

2009 will die Hannoversche Leben ihre sehr gute Marktposition im Risikolebensgeschäft inklusive der Berufsunfähigkeitsversicherungen verteidigen. Neben dem Geschäft von Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag will die Hannoversche Leben vor allem bei den laufenden Beiträgen wachsen und in ihrer Kundenkommunikation noch stärker die Kostenvorteile, die ein Direktversicherer gegenüber einem klassischen Versicherer hat, sowie die im Vorsorgemarkt einzigartigen Garantieleistungen herausstellen.