Berufseinsteiger: Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt erst nach fünf Jahren im Beruf

Wer seinen ersten Job antritt, denkt natürlich zunächst einmal an seine Karriere, das erste selbst verdiente Geld und was man alles damit anstellen kann. Ein Auto ist wichtig und das muss finanziert werden, Benzin ist teuer und die Kfz-Versicherung in den ersten Jahren auch. In der Regel denken aber die wenigsten an die eigene Absicherung. Was passiert beispielsweise, wenn der Berufseinsteiger einen Unfall erleidet oder so schwer erkrankt, dass er seinen Beruf nicht weiter ausüben kann? Wenig bekannt ist, das Einsteiger in den ersten fünf Berufsjahren bei privaten Unfällen in der Regel keine Ansprüche auf Rentenzahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung geltend machen können.

Das gilt auch bei Krankheit und trifft nicht allein sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, auch junge Beamte erwerben erst nach fünf Dienstjahren Rentenansprüche.

Daher sollten Berufseinsteiger unbedingt an eine private Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung denken. Einen Anspruch auf Rentenzahlungen erwirbt der Versicherte üblicherweise, wenn er zu 50 Prozent berufsunfähig ist. Zu überlegen wäre, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Renten- oder Kapitallebensversicherung kombiniert werden soll. Dies hat Vorteile, allerdings auch Nachteile.

Der Beitrag für die Absicherung ist aufgrund der zusätzliche Altersvorsorge natürlich sehr viel höher, allerdings würden die Beiträge für die Renten- oder Lebensversicherung im Falle der Berufsunfähigkeit von der Berufsunfähigkeitsversicherung übernommen. Das heißt, neben der monatlichen Rente bleibt der Versicherungsschutz für die Altersvorsorge in vollem Umfang erhalten.

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich    

Der Nachteil sollte aber nicht verschwiegen werden. Durch die Kombination steigt der zu zahlende Beitrag. Ist der Versicherte, beispielsweise aufgrund von Arbeitslosigkeit, nicht weiter in der Lage, die Beiträge zu zahlen und muss die Versicherung daher kündigen, verliert er damit auch den Berufsunfähigkeitsschutz.