Wider die Planlosigkeit

Altersvorsorge braucht klare Sicht auf den eigenen Vorsorgebedarf


Wer bei der Altersvorsorge nach dem "Augen zu und durch"-Prinzip verfährt, kann am Ende trotz aller Mühe mit zu wenig Zusatzrente dastehen. Denn das Sparen für später braucht ein klares Ziel vor Augen: den persönlichen Vorsorgebedarf. Darauf weist die Initiative "Altersvorsorge macht Schule" hin, an der sich die Bundesregierung, die Deutsche Rentenversicherung und weitere Partner beteiligen. 


Sinnvolle Altersvorsorge fängt mit einer Frage an: Wie viel werde ich später zusätzlich benötigen, um meinen gewohnten Lebensstandard beizubehalten? Um den eigenen Vorsorgebedarf zu ermitteln, braucht es zweierlei. Erstens: einen Überblick über die voraussichtlichen Einnahmen im Alter. Das dürften vor allem die Ansprüche aus der gesetzlichen Rente sein, aber eventuell auch Betriebsrenten, Miet- und andere Einkünfte oder Ansprüche aus bereits vorhandener Zusatzvorsorge. Zweitens muss ich meine monatlichen Ausgaben im Alter schätzen. Dazu zählen vor allem Lebenshaltungs- und Wohnkosten, Kosten für Auto, Urlaub und Hobbies und Versicherungsbeiträge. Dabei bitte beachten: Im Alter mag manche Zusatzbelastung wegfallen, etwa das Zweitauto oder die Ausbildung der Kinder. Gleichzeitig können aber auch neue hinzukommen, zum Beispiel für medizinische Versorgung. 


Was zwischen diesem finanziellen Bedarf und dem voraussichtlichen Einkommen fehlt, macht den Vorsorgebedarf aus. Wer ihn kennt, sieht klar, wie viel ihm seine zusätzliche Altersvorsorge bringen muss - und hat die wichtigste Planungsbasis für seine individuelle Vorsorgestrategie. 


Mehr Klarsicht in die eigene Altersvorsorge bringen die Kurse von "Altersvorsorge macht Schule", bundesweit an den Volkshochschulen. Alle Infos und Termine unter www.altersvorsorge-macht-schule.de.