Als Hausbesitzer und Mieter sicher durch den Winter

Der Winter hat sich in Deutschland eingenistet, die Temperaturen bleiben eisig und vielerorts hat sich der Schnee ncoh nicht verzogen. Damit Sie als Haus- und Wohnungsbesitzer oder Mieter gut durch den Winter  kommen, möchten wir im Folgenden einige Tipps geben. Wie Sie beispielsweise Leitungswasserschäden vorbeugen können und wie mit Schneelasten auf dem Dach oder der Fotovoltaikanlage verfahren werden sollten.

Schäden durch Leitungswasser vorbeugen

Schäden durch Leitungswasser stehen ganz oben in der Schadenstatistik der Wohngebäude- und Hausratversicherung. 2,1 Milliarden Euro mussten die Versicherer ihren Kunden allein im Jahr 2011 für Schäden durch undichte Wasserleitungen zahlen. Hier die wichtigsten Ratschläge, wie Frostschäden an Wasserleitungen vermieden werden:

Ausreichendes Heizen ist immer noch der beste und effektivste Schutz. Wer lediglich die am Stern * erkennbare Frostwächterfunktion am Heizkörperventil einstellt, ist nicht unbedingt sicher. Sie schafft nur bedingte Sicherheit, denn diese Einstellung sorgt nur dafür, dass der Heizkörper nicht einfriert. Befinden sich Rohre im Rohr, die weiter entfernt vom Heizkörper verlegt sind, kann es dennoch zu Frostschäden kommen. Auch nicht oder nur wenig genutzte Räume, sollten daher ausreichend beheizt werden. Kontrollieren Sie unbeheizte Zimmer regelmäßig und drehen das Heizungsventil nicht vollständig zu. Übrigens, eine konstante Raumtemperatur hilft bei den Heizkosten, und ist in der Regel günstiger als ein ständiges Hoch- und Runterheizen von Räumen.

Schutz durch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

Damit ein Leitungswasserschaden nicht zu einer großen Belastung wird, sollten Haus und Wohnung durch eine Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung geschützt sein. Entstehen Schäden am Wohnhaus selbst, an der Garage und mitversicherten Nebengebäude, tritt die Wohngebäudeversicherung ein. Die Hausratversicherung dagegen ist zuständig für den kompletten Hausrat, von den Möbeln und die Kleidung bis hin zu elektrischen Geräten.

Schnee auf dem Dach

Schnee auf dem Dach sieht zwar meist schön aus, aber durch die gewaltigen Lasten entstehen leicht Verformungen, Risse und sogar Einstürze sind möglich. Daher sollten nicht nur diejenigen, die in schneereichen Gegenden wohnen, regelmäßig ihr Dach kontrollieren. Die Schneelasten können gewaltig sein: Bereits eine Schneeschicht von nur 10 Zentimetern erreicht in Abhängigkeit vom Grad der Vereisung und dem Wassergehalt schnell mehr als 100 kg pro Quadratmeter. Wer sicher gehen will, sollte sich bei einem Dachdeckermeister oder der Feuerwehr informieren und beraten lassen.

Elementarschadenversicherung deckt Schäden durch Schneedruck

Durch Schneedruck entstandene Schäden sind nicht in der normalen Wohngebäude- und Hausratversicherung enthalten, können aber durch eine Elementarschadenversicherung zusätzlich abgedeckt werden. Fragen Sie Ihren Versicherer nicht nur nach dem Versicherungsbeitrag, sondern auch nach der Höhe der Selbstbeteiligung im Schadenfall .

Schnee auf der Fotovoltaikanlage

Bei einer Dachneigung von mehr als 30 Grad ist die Fotovoltaikanlage in der Regel gut geschützt. Denn ab diesem Neigungswinkel bleibt normalerweise kein Schnee auf den Elementen liegen und rutscht von alleine ab. Ansonsten sind Module, die vom Schnee gedeckt sind, sauber zu halten. Doch bevor Sie sich selbst an die Arbeit machen, ist es vielleicht doch besser, eine Fachmann zu beauftragen, der die gefährliche Arbeit erledigt. Ein Ungeübter gerät sonst leicht in Gefahr durch die Schnee- und Eisglätte auf dem Dach, abzurutschen und abzustürzen.

Wohngebäudeversicherung deckt Schäden an der Fotovoltaikanlage

Standardmäßig sind Fotovoltaikanlagen nicht in der Wohngebäudeversicherung enthalten, jedoch als Zusatz versicherbar. Sprechen Sie im Bedarfsfall mit Ihrem Versicherer. Es gibt aber auch spezielle Versicherungen unabhängig von der Wohngebäudeversicherung, mit denen die Anlage abgesichert werden kann.