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Ratgeber in Versicherungsfragen

Auslandsreise-Krankenversicherung: Bei Krankheit im Urlaub gut versichert

Wer den perfekten Urlaub plant, denkt dabei in der Regel nicht an Krankheit. In der Tat erkranken jährlich Tausende Urlauber während ihrer Reise und benötigen ärztliche Hilfe, auch im Ausland. In der EU sowie der Schweiz, Liechtenstein, Island, Norwegen, Kroatien und Mazedonien können sich gesetzlich Versicherte mit einer europäischen Versicherungskarte (EHIC) medizinisch versorgen lassen. In den Staaten, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, benötigt man für einen Arztbesuch einen Auslandskrankenschein.

Bitte beachten Sie, dass deutsche Patienten im Urlaubsland nach dem geltenden Leistungskatalog der dortigen Krankenkassen behandelt werden. Und dieser kann erheblich von deutschen Leistungen abweichen. Wer sich mit der EHIC bzw. dem Auslandskrankenschein behandeln lassen will, muss darauf achten, dass es sich bei dem behandelnden Arzt um einen Vertragsarzt der dortigen Krankenkassen handelt, ansonsten müsste die Behandlung aus eigener Tasche bezahlt werden. Aber auch Vertragsärzte und Kassen verlangen in einigen Staaten wesentlich höhere Zuzahlungen bzw. Eigenanteile. Verletzt oder erkrankt ein gesetzlich Versicherter im Auslandsurlaub so schwer, dass ein Krankenrücktransport nötig wird, muss er die Kosten dafür selber tragen, es sei denn er hat eine private Auslandsreisekrankenversicherung.

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung gehört daher neben der europäischen Versicherungskarte bzw. dem Auslandskrankenschein unbedingt mit in den Koffer. In Notfällen, ob bei Unfall oder Krankheit, können Urlauber dann als Privatpatient zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Wer bereits privat Krankenversichert ist, sollte seinen Versicherer fragen, ob der Auslandskrankenschutz bereits im Vertrag eingeschlossen ist.

Wichtig: Die Notfallkarte sollte so mitgeführt werden, dass diese im Notfall tatsächlich, beispielsweise bei Bewusstlosigkeit, leicht von Mitreisenden oder der Reiseleitung gefunden werden kann. Zu empfehlen ist auch, die Notrufnummer der Auslandsreisekrankenversicherung bereits zu Hause ins Handy einzugeben, im Notfall kann dann schnell angerufen werden.

In der Regel weiß ein Erkrankter nicht, zu welchem Arzt bzw. in welches Krankenhaus er gehen soll, wenn er erkrankt oder einen Unfall erlitten hat. Regelmäßig gibt es auch Verständigungsprobleme. Daher stehen die Notruf-Hotlines der Auslands-Krankenversicherer 24 Stunden täglich bereit. Insbesondere bei umfangreichen ambulanten oder stationären Behandlungen, sollte Kontakt aufgenommen werden. Die Auslandsreise-Krankenversicherung kann dem Arzt bzw. der Klinik eine Kostenzusage geben, damit der Patient das Geld vor Ort nicht vorstrecken muss.

Auch bei einem Krankenrücktransport sollte die Auslandsreisekrankenversicherung unbedingt informiert werden. Diese leitet dann alle notwendigen Maßnahmen zum Rücktransport ein. Hierzu kontaktiert ein Arzt der Notruf-Hotline seinen ausländischen Kollegen und klärt die optimale Rückholung des Patienten. Der Versicherer kümmert sich dann auch darum, den Patienten in ein wohnortnahes Krankenhaus oder in eine Spezialklinik unterzubringen.

Informationen zur Auslandsreise-Krankenversicherung erhalten Sie auf unseren weiterführenden Seiten.