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Ratgeber in Versicherungsfragen

Was zahlt eine Lebensversicherung wirklich aus?

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Seit Jahren klagen Kunden, dass ihre Lebensversicherungen bei Ablauf wesentlich weniger zahlen, als versprochen wurde. Dabei machen die Unternehmen häufig gute Gewinne. Doch die Berechnungen der Versicherungen sind schwer zu durchschauen. Dabei hat der Gesetzgeber genau definiert, wie die Kunden daran beteiligt werden müssen.

Beispiel Bewertungsreserven: Bewertungsreserven entstehen dann, wenn die Versicherung zum Beispiel Anleihen für 100.000 Euro kauft, diese aktuell aber 120.000 wert sind, dann beträgt die Bewertungsreserve 20.000 Euro. An dieser Bewertungsdifferenz müssen die Kunden beteiligt werden. Doch wie der Betrag zu Stande kommt und die Gelder verbucht werden, ist oft nicht nachvollziehbar.
Der Versicherungsrechtsexperte Prof. Hans Peter Schwintowski von der Humboldt-Universität Berlin sieht die Versicherer in der Pflicht und mahnt zu korrekter Darstellung: "Ein Versicherer, der in einer Wertbestätigung Bewertungsreserven, die er zwar nicht garantiert aber doch deklariert hat, ausdrücklich bestätigt, ist daran auch gebunden. Er kann also nicht ein Jahr später sagen, diese Bewertungsreserven hätte man mit irgendetwas anderem womöglich verrechnen müssen."

Weiterführende Informationen zur Lebensversicherung und Kapitallebensversicherungen im Vergleich.

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