Der gläserne Versicherungskunde

Wearables: Self-Tracking liegt im Trend. Dabei vermessen Menschen sich selbst, halten fest, wie viel sie sich bewegen, was sie essen oder erfassen Blutdruck und Puls. Das Ziel: fit bleiben. Doch was geschieht dann mit diesen Daten? Bereits heute gibt es Vorstöße von Versicherungen, die ihren Kunden Rabatte anbieten, wenn sie ihre Self-Tracking-Daten weiterleiten. Experten warnen: Sensible Daten sind der Rohstoff der Zukunft – wer sie ohne Not preisgibt, riskiert seine Privatsphäre!

Self-Tracking für die Gesundheit: Der gläserne Versicherungskunde | Kontrovers | BR, Autor: Katharina Adami

Unisex-Tarife bei Versicherungen

Vorgaben aus Brüssel schreiben ab dem 21. Dezember 2012 Unisextarife für Versicherungen vor. Das heißt Männer und Frauen zahlen den gleichen Tarif.

Bislang galt die Statistik als Rechengrundlage: Frauen leben länger als Männer, Männer arbeiten länger als Frauen, Frauen bekommen länger Rente. Das klingt kompliziert und tatsächlich waren die Beiträge bislang hohe Mathematik.

Mit dem Unisextarif ändert sich ab Ende Dezember für Männer einiges. Bei einer neuen Krankenversicherung sind sie künftig schlechter gestellt, ebenso bei der Rentenversicherung. Bei der Lebensversicherung gibt es für Männer demnächst bessere Tarife, genauso bei Unfall- und KFZ-Versicherung. Bei der Berufsunfähigkeit trifft es die Männer besonders hart. Genau spiegelverkehrt sieht es bei neuen Verträgen für Frauen aus.

Unisextarife klingen zunächst gerecht, meint Peter Scharck vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Aber höhere Leistungen und höheres Risiko verlangen auch höhere Prämien."

Welche Versicherungen sind wirklich sinnvoll?

Private Altersvorsorge

Für Versicherungen geben die Deutschen eine Menge Geld aus – blicken jedoch nur in den wenigsten Fällen genau durch. Welche Versicherungen sind für die eigenen Lebens-, Berufs- und Familiensituation denn nun wirklich sinnvoll?

Der Videospot der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz möchte die Verbraucher zu diesem Thema sensibiliseren. Gezeigt wird Versicherungsmakler Schulz, der dem Versicherungskunden Bernd eine Reihe von Versicherungen an der Haustür verkaufen will. Hausrat-, Haftpflicht-, Invaliditäts-, Lebensversicherung … Für welche Versicherungen wird sich Bernd entscheideen?

Hier einige Empfehlungen der Verbraucherzentralen:

  • jeder Versicherungsschutz sollte den größten anzunehmenden Unfall absichern (Todesfall, Invalidität und Schaden
  • vor dem Vertragsabschluss unbedingt den Vertrag gründlich lesen
  • jeder Versicherungsnehmer hat Anspruch auf Information zu Umfang, Leistungen, Laufzeit sowie zum Recht auf Widerruf
  • nie Versicherungsanträge sofort unterschreiben, sondern vorher Vergleicheanstellen