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Altersvorsorge

Damit der jetzige Lebensstandard auch nach dem Berufsleben erhalten bleibt, sollten nach üblicher Auffassung die Einkünfte für eine angemessene Versorgung im Alter in etwa dem letzten Netto-Einkommen entsprechen. Welchen Bedarf Sie für Ihre eigene Altersvorsorge annehmen, hängt natürlich von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, und kann infolge dessen auch weit niedriger oder höher liegen.

Als Selbstständiger haben Sie in der Regel keine gesetzliche Absicherung und müssen daher Ihre Altersversorgung komplett selbst aufbauen.

Als Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ist Ihre Altersversorgung zumindest teilweise gedeckt. Können Sie 45 anrechenbare Versicherungsjahre nachweisen, erhalten Sie ca. 67% des Netto-Einkommens als Altersrente. Das Rentenniveau sinkt unter 60%, wenn Sie nur 40 Jahre rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Als Ausgleich für die 2002 in Kraft getretene Rentenreform, durch die das Rentenniveau von ca. 70 auf 67 Prozent gesenkt wurde, wird eine zusätzliche staatlich geförderte Altersversorgung angeboten. Hierdurch soll es Ihnen ermöglicht werden, das Rentenniveau wieder auf 70% anzuheben. Die so genannte Riester-Rente stellt für Sie jedoch kein Muss sondern ein von Ihnen freiwillig abzuschließendes Zusatzangebot dar, beispielsweise in Form einer zertifizierten privaten Rentenversicherung. Die Differenz zwischen dem letzten Netto-Einkommen und der zu erwartenden Rente wird auch als Versorgungslücke bezeichnet. Mit zunehmendem Arbeitseinkommen steigt die Versorgungslücke, da für Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine Rentenversicherungsbeiträge entrichtet werden. In den alten Bundesländern lag die Beitragsbemessungsgrenze 2001 bei 8.700 Mark monatlich, in den neuen Bundesländern bei 7.300 Mark.

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten wenige Arbeitnehmer Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung. Diese freiwillige Sozialleistung wird vom Arbeitgeber im Rahmen eines Arbeitsvertrages übernommen. Hier lassen sich nennen die unmittelbare Versorgungszusage des Arbeitgebers oder die Altersversorgung in Form von Pensionskassen, Unterstützungskassen oder der Direktversicherung. Die zu erwartende Leistung aus einer betrieblichen Altersversorgung zusätzlich zur gesetzlichen Altersrente verringert natürlich die Versorgungslücke.

Eine Lücke verbleibt in der Regel dennoch, die dann durch eine private Altersvorsorge gänzlich geschlossen werden sollte.

Beruht die Altersvorsorge auf allen drei Bausteinen, also der gesetzlichen, der betrieblichen als auch der privaten Rente, wird vom "Drei Säulen Konzept" gesprochen. Die staatlich geförderte Zusatzrente (Riester-Rente) ergänzt dieses Konzept um eine weitere Säule.

Welche weitere private Vorsorge Sie zur Schließung der Versorgungslücke für Ihr Alter treffen, hängt grundsätzlich von Ihnen ab. Neben den verschiedenen Formen der Altersvorsorge, die hier besprochen werden, sollten die wesentlichsten Kriterien zum Vergleich weiterer Anlageformen, die Sicherheit, die Verfügbarkeit sowie die Rentabilität der Kapitalanlage sein.

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