| Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe: MitarbeiterInnen demonstrieren gegen Bâloise-Pläne in Deutschland |
|
|
| News - Branchennews |
| Mittwoch, den 18. März 2009 um 19:53 Uhr |
Der Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe: MitarbeiterInnen demonstrieren gegen Bâloise-Pläne in Deutschland
Masssive Kürzungen im Vertrieb geplant - Umsatzziele in Gefahr"Das Vorgehen der Bâloise ist wirtschaftlich hoch unvernünftig", sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Deutschen Ring, Sven Kluth. "Erst werden bereits erarbeitete Synergieeffekte durch die Zerschlagung der Deutscher Ring-Gruppe vernichtet. Dann sollen sie durch eine Zusammenführung mit den Basler Versicherungen wieder hergestellt werden." 40 Millionen Euro Kosteneinsparungen soll die Bâloise von ihrem Statthalter in Deutschland, Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Grund, gefordert haben. Trotz intensiver Bemühungen in den letzten Wochen konnten erst 20 Millionen an Einsparungen identifiziert werden: In der Not soll sogar in Vertrieb und Marketing jede fünfte Stelle gestrichen werden. Nahezu jeder zweite Vertriebsdirektor soll gehen, die Anzahl der Vertriebsleiter soll um zehn Prozent gekürzt werden. Damit würde die Bâloise massive Abgänge in ihren Vertrieben riskieren - mit entsprechenden Umsatzrisiken für das Jahr 2009. Um die Pläne umsetzen zu können, muss die Bâloise die Zustimmung einholen vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein, mit dem sie Sach- und Lebensversicherung des Deutschen Rings über einen Organisationsvertrag eng verflochten ist. Im Anschluss sind dann die Verhandlungen mit den Betriebsräten zu führen. Weitere Gefährdung des wichtigsten Auslandsmarktes der Bâloise zu erwarten20 Millionen an Kostensenkungen fehlen. Nun ist zu befürchten, dass weitere Einschnitte folgen - obwohl schon bei der Durchsetzung der aktuellen Pläne das Deutschlandgeschäft der Bâloise ernsthaft gefährdet wird. Doch nicht nur die Bilanzen der Bâloise leiden; die Einschnitte gehen auf Kosten der MitarbeiterInnen. 300 Stellenstreichungen sind geplant auf dem Weg zu einer neuen Deutschland-Holding. "Nach unseren bisherigen Erfahrungen wird der Bâloise-Vorstand dies den Analysten und der Presse heute aber so nicht verkünden. Weil Beruhigungspillen an die MitarbeiterInnen verteilt werden sollen, erwarten wir eine Informationspolitik nach Salamitaktik", sagtSven Kluth. "Tatsache ist aber, dass die Bâloise ihr Deutschlandgeschäft in diesen Tagen einschneidend gefährdet." |



