| Corporate Volunteering: Effizienz und Empathie |
|
|
| News - Branchennews |
| Donnerstag, den 12. März 2009 um 11:26 Uhr |
Corporate Volunteering
Effizienz und EmpathieEin ungewöhnlicher Einsatz: In einem Pflegeheim für Alzheimer- und Demenzpatienten haben Mitarbeiter der Allianz Deutschland AG Möglichkeiten zur Prozessoptimierung erprobt. Und dabei gelernt, dass Zahlen nicht alles sind. Montag Morgen in München: Statt an ihre Schreibtische bei der Allianz Deutschland AG zu gehen, haben sich drei Mitarbeiter der Versicherung auf den Weg zu einem Altenpflegeheim gemacht. In einem Pilotprojekt wollen sie testen, ob sich Organisationsprinzipien aus dem Geschäftsleben auf andere Bereiche übertragen lassen. "Wir wollten herausfinden, wie wir unsere Erfahrungen in Prozessoptimierung und Veränderungsmanagement auch im Sozialbereich einsetzen können", erklärt der Projektleiter Allianz Lean Six Sigma Michael Fritz, der an der Corporate Volunteering-Initiative teilgenommen hat. Auch vor Ort, im Evangelischen Pflegezentrum in Eichenau, südwestlich vor der bayerischen Metropole gelegen, erwartete man sich einiges von dem Besuch der Büromenschen: vor allem neue Möglichkeiten, Zeit einzusparen - was den 30 Mitarbeitern mehr Raum lassen würde, sich eingehender um ihre an Alzheimer und Demenz erkrankten Patienten kümmern zu können. Zum Einsatz kommen sollten bei der Ideenfindung sämtliche Instrumente, die auch bei der Allianz in der Prozessoptimierung genutzt werden: Revisionen, Leistungsanalysen, empirische Beobachtungen, Abteilungsbesuche, Workshops und Mitarbeiterbefragungen. Zeit sparen - und an anderer Stelle einsetzen Stellt man zudem während der Übergabe einen Pfleger für Anliegen der Patienten ab, muss der Prozess nicht mehrmals unterbrochen werden. Das Team entwickelte darüber hinaus eine einheitliche Vorlage für Patientenberichte - bis dahin wurden diese von jedem Pfleger individuell, also in ganz unterschiedlicher Form, erstellt. Manchmal ist der direkte Weg nicht der beste "Nicht immer, so hat sich gezeigt, ist die effektivste Methode die beste. Auch auf die Empathie, die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, kommt es an. Im Geschäftsleben übersehen wir das wahrscheinlich viel zu oft", sagt Fritz und kommt damit auf den Kernaspekt des Corporate Volunteering zu sprechen: Neben dem Wissenstransfer und der aktiven Unterstützung geht es ganz wesentlich darum, einmal eine neue Perspektive einzunehmen, vom jeweils Anderen zu lernen. In diesem Sinne resümiert der Allianz Manager: "Die Atmosphäre im Pflegeheim war toll, trotz des stressigen Jobs hatten die Mitarbeiter für jeden ein Lächeln übrig. Das war ansteckend!" In den vergangenen Jahren haben Allianz Mitarbeiter zum Beispiel gemeinsam mit lernschwachen Jugendlichen Renovierungsarbeiten in einem Erziehungshilfezentrum durchgeführt, einen Stadt-Ausflug mit Flüchtlingskindern unternommen oder beim Aufbau einer Homepage für eine Kinderbegegnungsstätte geholfen. |



