| Wann zahlt die Versicherung für Frostschäden? |
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| News - Branchennews |
| Montag, den 11. Januar 2010 um 16:22 Uhr |
Wann zahlt die Versicherung für Frostschäden?Bei Minusgraden können Rohre und Heizkörper platzen. Denn beim Gefrieren vergrößert sich das Volumen von Wasser um etwa 9 Prozent – und die Rohre halten diesem Druck nicht Stand. Weitere Schäden entstehen durch das aufgetaute Wasser, das aus den Rohren fließt. In den Wintermonaten werden den deutschen Versicherern im Durchschnitt 21 000 frostbedingte Schäden im Gesamtvolumen von über 25 Millionen Euro gemeldet. Strenge Winter kosten bis zu 150 Millionen Euro.
Wann die Versicherung zahltOb Rohrbruch oder auslaufendes Wasser: Die Wohngebäudeversicherung leistet bei Frostschäden am Haus. Auch die Auftaukosten für Rohre, Fußbodenheizung oder Heizkörper gehören zum Versicherungsschutz. Werden Möbel und anderer Hausrat durch einen Wasserschaden beschädigt oder zerstört, kommt die Hausratversicherung dafür auf. "Bewohner und Hausbesitzer müssen das Risiko eines Frostschadens möglichst gering halten", sagt Günther Schütz, Schadenexperte der Allianz. "Das ist wichtig, damit voller Versicherungsschutz besteht. Die Sicherheitsvorschriften findet der Kunde in seinen Versicherungsbedingungen."
Frost-Tipps fürs Haus
Leitung eingefroren?
Aus den Allianz SchadenaktenFamilie S. verbrachte einen zweiwöchigen Winterurlaub auf den Seychellen. Zu Hause kam es unbemerkt zu einem Defekt an der Umwälzpumpe, die Heizanlage fiel aus. Frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt, erwartete die Heimkehrer das Chaos: Heizkessel, Rohre, Heizkörper waren geplatzt: Das aus der aufgetauten Bruchstelle strömende Wasser – die Bruchstelle wirkt wie ein offener Wasserhahn – hatte einen riesigen Wasserschaden verursacht. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit waren Wände angefault, Putz und Holzdecken aufgewellt und die Türstöcke verbogen. Auch die Möbel hatten gelitten: Sofa und Teppiche verfärbt und angeschimmelt, Rost- und Schimmelflecken auf dem Mobiliar aus Metall und Holz, aufgequollene Bücher und Bilder. Während der Reparaturarbeiten war das Haus unbewohnbar, es entstanden hohe Kosten für die Übernachtung im Hotel. Zusammen mit den Reparatur- und Neuanschaffungskosten war eine Summe von rund 50 000 Euro schnell erreicht.
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