| Berufshaftpflichtversicherungen für Manager |
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| News - Branchennews |
| Dienstag, den 04. August 2009 um 11:02 Uhr |
Berufshaftpflichtversicherungen für ManagerWer in der heutigen Geschäftswelt mithalten will, muss zu schnellen Entscheidungen fähig sein. Dieser Druck allerdings kann auch die Fehlerquote erhöhen. Mit Berufshaftpflichtversicherungen - so genannten D&O-Versicherungen - können sich Vorstandsmitglieder und Führungskräfte gegen mögliche Schadenersatzklagen schützen. Ein Freifahrtschein ist D&O jedoch nicht. Kein AllheilmittelIn den USA gibt es D&O-Versicherungen schon seit 30 Jahren. Bis vor kurzem waren dort AIG und Chubb die Marktführer. Weltweit liegt Lloyds in Front, jede dritte D&O-Versicherung trägt das Lloyds-Logo. Mitte der 90er Jahre wurde diese Versicherungsart auch in Europa populär, zu einem Zeitpunkt, als die Aufsichtsbehörden strengere Regeln für die Unternehmensleitung einführten. Wenn sich Betrug, Fälschungen, Schwindel, Veruntreuung und Insiderhandel auf die Unternehmensgewinne auszuwirken beginnen, schrillen bei Aktionären die Alarmglocken. "Die meisten Klagen werden von Anteilseignern eingereicht", sagt Mai. In den USA geschieht dies oft in Form von Sammelklagen. Seit 2005 können auch in Deutschland Kollektivklagen von kleineren Gruppen vorgebracht werden. Davor sollen D&O-Versicherungen Schutz bieten. Weltweit steigende NachfrageDas Geschäft mit D&O-Versicherungen und anderen Angeboten wie etwa Berufshaftpflichtversicherungen läuft nicht schlecht, doch noch ist nicht alles so, wie Mai es sich vorstellt. Trotz des weltweiten Interesses an dem Produkt, großes Geld ist damit derzeit nicht zu machen. "Wir haben gerade eine fünfjährige Niedrigpreisphase hinter uns", erläutert Mai. Doch ab dem dritten Quartal erwartet er einen deutlichen Sprung. 2010 könnte der Preis für D&O-Policen seiner Einschätzung nach unter Umständen schon doppelt so hoch sein wie heute. Um mit der steigenden Nachfrage aus Ost- und Mitteleuropa, aus Asien, dem Nahen und Mittleren Osten, aus Südafrika und Brasilien Schritt zu halten, hat AGCS gerade 18 neue Mitarbeiter eingestellt. Mai setzt vor allem auf mittelständische Firmen. "Früher zeigten nur größere Industrieunternehmen Interesse an der Absicherung ihrer Top-Leute", sagt er. "Inzwischen ziehen aber auch kleinere Firmen nach." In vielen Fällen nehmen Unternehmen inzwischen auch Nicht-Vorstandsmitglieder, wie zum Beispiel ihren Chefaktuar, mit in die Police auf. |



