| Kluft zwischen privater Zuversicht und Zuversicht für Deutschland wird größer |
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| News - Branchennews |
| Montag, den 23. März 2009 um 11:42 Uhr |
Allianz Zuversichtsindex im März 2009
Kluft zwischen privater Zuversicht und Zuversicht für Deutschland wird größerJeder Zweite schätzt aktuelle persönliche Situation positiv ein / Zuversicht in die wirtschaftliche Lage Deutschlands und die Sicherheit der Arbeitsplätze sinkt weiter / Hamburger sehen derzeit ihre eigene Lage und die Gesamtsituation in Deutschland am positivsten Die Wirtschaftskrise drückt auf die Stimmung der Menschen in Deutschland - vor allem, wenn es um die Zukunft der Republik geht. Positiver dagegen sind die Deutschen bei der Einschätzung ihrer eigenen Lage. Auf die Frage, wie sie ihre aktuelle persönliche Situation einschätzen, antworten im März 2009 mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) mit "gut" oder "sehr gut". Im Vergleich zum März 2008 (57 Prozent) ist damit die Seelenlage, zumindest was das private Umfeld angeht, ziemlich stabil. Ähnlich ungetrübt erscheint momentan auch der Blick in die persönliche Zukunft: 52 Prozent der insgesamt 1500 Interview-Partner sehen im ersten Quartal 2009 die Entwicklung ihres persönlichen Lebens in den kommenden 12 Monaten optimistisch. Auch dieser Wert liegt nur wenig unter dem Ergebnis des Vorjahres (56 Prozent). Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zum Allianz Zuversichtsindex, einer Studie der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim. Am positivsten schätzen die Hamburger (68 Prozent) ihre aktuelle persönliche Lage ein. Beim Blick auf die eigene Zukunft sind die Schleswig-Holsteiner (67 Prozent) am optimistischsten. Die Situation Deutschlands wird mit wachsender Sorge gesehen Täglich neue Hiobsbotschaften schwächen auch die Zuversicht in eine positive Entwicklung des Landes: Sahen im März vergangenen Jahres noch 29 Prozent der Menschen die Zukunft Deutschlands optimistisch, teilten bei den aktuellen Befragungen nur noch 16 Prozent diese Einschätzung. Am zuversichtlichsten für die kommenden 12 Monate der Republik antworteten im ersten Quartal 2009 die Menschen in der Hauptstadt Berlin (28 Prozent), in Baden-Württemberg (26 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (26 Prozent). "Die Schere zwischen der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Lage und der Einschätzung der persönlichen Situation geht immer weiter auseinander - eine Tendenz, die sich im vergangenen Jahr mit der Ausweitung der Wirtschaftskrise bereits angekündigt hat und sich nun verstärkt", sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Studie wissenschaftlich begleitet. "Zur sinkenden Zuversicht in die Entwicklung der Bundesrepublik tragen die beginnende Rezession, die Kurzarbeit sowie die angekündigten Stellenstreichungen vor allem in den produzierenden Branchen wesentlich bei." Auch die Versorgung im Alter wird im März 2009 weniger zuversichtlich gesehen (24 Prozent) als zu Beginn des letzten Jahres (33 Prozent). Dabei ist das Vertrauen in die gesetzliche Rente nach wie vor sehr gering (sechs Prozent), ebenso wie in die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung (12 Prozent). "Dass auch hier die Zuversicht sinkt, ist angesichts der Finanzkrise nicht überraschend", sagt Thomas Pleines, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland AG. "Gleichzeitig ist aber das Vertrauen in die eigene Versorgung im Alter deutlich höher als das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme. Das zeigt, dass die Menschen auf eine Eigenvorsorge durch die verlässlichen Lösungen der privaten Versicherungsunternehmen zählen." Besonders düster ist der Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze Besonders groß ist der Rückgang der Zuversicht in Bundesländern, die stark in der Automobilindustrie verwurzelt sind: In Bayern zum Beispiel ist die Zuversicht in die Sicherheit der Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16 Prozent auf sieben Prozent gesunken. In Baden-Württemberg ist ein Rückgang von 23 Prozent in 2008 auf aktuell 13 Prozent zu verzeichnen. Am dramatischsten ist die Zuversicht in Nordrhein-Westfalen gesunken - von einst 16 Prozent auf zwei Prozent im Frühjahr 2009. Der Allianz Zuversichtsindex Die aktuellen Ergebnisse des Allianz Zuversichtsindex sowie Trends, die sich daraus ablesen lassen, werden der Öffentlichkeit in der Regel vierteljährlich vorgestellt. Im ersten Quartal 2009 ist der Durchschnittswert des Allianz Zuversichtsindex im Vergleich zum vierten Quartal 2008 leicht gesunken. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2009 erscheinen im Juni 2009. |



